Direktmarketing Blog

Trends, Tipps, Studien und mehr rund um das Thema Direktmarketing – Ein privater Blog von Jan-Philip Ziebold

Gericht entscheidet gegen Double-Opt-In Verfahren bei Werbeanrufen

Rechtslage

Rechtslage

Ganz frisch wurde diesen Monat vom Bundesgerichtshof eine Entscheidung gefällt, die großen Einfluss auf das sogenannte Double-Opt-In Verfahren haben wird, mit dem derzeit 90% der Daten für Telemarketing- Kampagnen am deutschen Markt erhoben werden.

Das Gericht hat das Double-Opt-In zwar als guten Weg bewertet, aber als nicht ausreichend genug. Denn es sei nicht sichergestellt, dass die Rufnummer die per Bestätigungsmail (die Double-Opt-In-Mail) verifiziert wurde, auch zu dieser E-Mail-Adresse gehört. Zudem konnte das verurteilte Unternehmen (die AOK) die Mail die dies verifiziert haben soll, nicht vorlegen (da diese nicht gespeichert wurde). Soweit mir bekannt, speichert fast niemand diese Mails an die Endverbraucher – die zu Double-Opt-In Erhebung dienen – zusätzlich als Kopie in der Datenbank, geschweige denn ein Übermittlungsprotokoll oder sonstige Nachweise dass die Double-Opt-In Verifikation stattgefunden hat.

Weiterhin wurde entschieden, dass die strengen Anforderungen, die das deutsche Recht an die Zulässigkeit von Werbeanrufen bei Verbrauchern stellt, sind mit EU-Recht vereinbar. Hiergegen hatte die verurteilte Partei u.a. geklagt.

Das Urteil ist nachzuvollziehen, denn das alleinige Mitteilen dass man etwas verifiziert hat ist natürlich keine optimale – wenn auch bisher gängige – Variante. Zukünftig wird man das Double-Opt-In Verfahren wohl dahingehend umstellen müssen, dass neben den Dingen wie IP & Co. auch die Mail die an den Endverbraucher ging inkl. einer Versandbestätigung / Übermittlungsprotokoll beim Opt-In-Nachweis mit speichern muss.

Das Problem dass die Rufnummer dennoch nicht vom Teilnehmer stammen kann, der gerade alles per Double-Opt-In bestätigt hat, bleibt natürlich dennoch erhalten. Dies zu lösen, so dass es vor jedem Gericht standhält, geht rein digital erst einmal wohl nicht. Es bleibt also spannend, wie sich dieses Urteil auf die Praxis auswirken wird.

Hier nochmal der Link zum Urteil:
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&pm_nummer=0029/11

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Urteil: Getrennte Zustimmung für Gewinnspiel und E-Mail-Werbung Pflicht

Rechtslage

Rechtslage

Die datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung bzw. das Werbeeinverständnis für Telefon- und/oder E-Mail-Werbung muss getrennt von anderen (und in einer rechtlich eigenständigen Handlung) erfolgen. Es reicht nicht aus, wenn diese zusammen mit anderen Erklärungen abgefragt wird.

Auf dem Blog von RA Dr. Bahr lass ich über das Urteil, bei dem der Bundesverband der Verbraucherzentralen 2010 wegen folgenden verwendeten Klauseln in einem Internet-Gewinnspiel gegen den Betreiber Gruner+Jahr geklagt hatte:

  • „1. Ja, ich möchte meine Gewinnchancen nutzen und erkläre mich damit einverstanden, dass (…) und (…) mich künftig per Telefon oder E-Mail über interessante Angebote informieren.
  • 2. Ich akzeptiere die Teilnahmebedingungen und den Hinweis zur Datennutzung.
  • 3. Ihre E-Mail-Adresse, Ihre Telefonnummer und Ihren Namen speichern und verwenden (…) und (…) auch über die Dauer des Gewinnspiels hinaus, um Sie künftig über interessante Angebote auch von Partnerunternehmen zu informieren. (Falls Sie keine Informationen mehr erhalten möchten, können Sie der weiteren Nutzung Ihrer Daten für diese Zwecke per Mail an die Adresse […] jederzeit widersprechen.“

Die Ausgestaltung war so, dass Teilnehmer nur eine einzige Zustimmung in allen drei Punkten abgeben konnten (sprich Pflichtfelder, keine freie Wahl). Eine getrennte Erklärung war somit leider nicht möglich und die Teilnahme war somit gekoppelt. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hielt diese Klauseln zu Recht für unwirksam und klagte auf Unterlassung. Die Richter des LG Hamburg gaben der Klage statt (Az. 312 O 25/10), da ein Verstoß gegen AGB-Recht und geltendes Wettbewerbsrecht vorliegt. Entsprechend der „Payback“-Entscheidung des BGH sei bei der Einwilligung zwischen der datenschutzrechtlichen und der wettbewerbsrechtlichen Ebene zu unterscheiden.

Mit besten Grüßen aus Essen,

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Bestätigungslösung im Telefonmarketing, was passiert nun?

Bereits seit einigen Monaten hat der Branchenverband des Dialogmarketing DDV seine politische Arbeit bezüglich Telefonmarketing wieder verstärkt und die Gespräche mit der Bundesnetzagentur intensiviert. Hintergrund ist das erhöhte Beschwerdeaufkommen bei der Bundesnetzagentur (nur ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung).

Das war passiert: Die Bundesnetzagentur, die seit der Gesetzesänderung auch erhöhte Bußgelder gegen Unternehmen verhängen darf, zählte seit August 2009 fast 60.000 Beschwerden. Doch die neuen gesetzlichen Bestimmungen beeindrucken viele Firmen offenbar nicht. In bisher knapp einem Dutzend Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden insgesamt Bußgelder in Höhe von etwa 700.000,– Euro verhängt. Gemessen an der Zahl der Beschwerden und an dem, was mit den Verträgen offenbar zu verdienen ist, die durch unerlaubte Telefonwerbung generiert werden, kann das wohl eher als Randnotiz betrachtet werden. „Die verschärften Regeln zur Telefonwerbung greifen zu kurz“, heisst es beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV).

Vom DDV haben wir dazu folgende Informationen erhalten, was nun passiert/passiert ist: Das Land NRW, unterstützt durch Rheinland-Pfalz und Berlin, hat eine Bundesratsinitiative gestartet, um bei Telefonanrufen die sogenannte Bestätigungslösung einzuführen. Der Vorschlag beinhaltet ausserdem das Textformerfordernis für die Einwilligung sowie eine Erhöhung des Bußgeldes von 50.000 auf 250.000 Euro. Der hierfür federführende Rechtsausschuss des Deutschen Bundesrates wird kurzfristig heute, am 29. September, über diesen Antrag des Landes NRW beraten. ZAW und DDV haben ebenso wie weitere Verbände ihre ablehnenden Positionen gegenüber den Mitgliedern des BR-Rechtsausschusses dargestellt. Zu der aktuellen Entwicklung steht der DDV in ständigem Kontakt zur Bundesnetzagentur.

Ich halte Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Passend hierzu folgende Links zu anderen Artikeln von mir zum Thema:

1. Nicht ohne mein “Opt-In”… Aber wie muss es aussehen?

2. Neukundengewinnung im Direktmarketing Teil 1: Allgemeine Grundlagen

3. 15 Irrtümer über die “Auftragsdatenverarbeitung” (siehe BDSG) – WICHTIG!

4. Und zum Überblick der neuen Rechtslage seit der BDSG Novelle 2009, hier noch kurz ein passendes Schaubild:

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Rechtslage: Unerlaubte Werbeanrufe

Anruf und/oder Mail?

Werbeanrufe

Das LG Karlsruhe hat in seinem Urteil aus November letzten Jahres (Az.: 14 O 44/09) noch einmal klargestellt, dass unerlaubte Werbeanrufe rechtswidrig sind.

Die Beklagte rief ohne Einwilligung Verbraucher an und warb für Online-Gewinnspiele. Die Beklagte trug vor, sie habe die Adressen von dritter Seite aus gekauft und es lägen auch entsprechende Werbeeinwilligungen vor. Die Karlsruher Richter stellten fest, dass es sich um unerlaubte (sogenannte Cold Calls) Anrufe handle.
Die Beklagte habe zwar behauptet, es lägen Einwilligungen (z.B. per Opt-In) vor, jedoch nicht näher dargelegt, um was für Erklärungen es sich hierbei handle und welchen Wortlaut sie hätten. Hierzu sei sie aber verpflichtet gewesen, so die Richter. Da die Beklagte dem nicht nachgekommen ist, ist das Urteil zu ihren Lasten ausgefallen.

Passend hierzu folgende zwei Artikel von mir, die die Problematik inkl. Lösung noch mal im Detail aufgreifen:

1. Nicht ohne mein “Opt-In”… Aber wie muss es aussehen?

2. Neukundengewinnung im Direktmarketing Teil 1: Allgemeine Grundlagen

3. 15 Irrtümer über die “Auftragsdatenverarbeitung” (siehe BDSG) – WICHTIG!

4. Und zum Überblick der neuen Rechtslage seit der BDSG Novelle 2009, hier noch kurz ein passendes Schaubild:

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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BDSG 2009 bis 2012 – Was ist neu und zu beachten!?

Seit 2009 hat sich sehr viel im Direkt- & Dialogmarketing getan. Neben der BDSG Novelle am 01.09.2009 die bis 2012 Step-by-Step greift, hagelt es auch anderweitig Gesetzesänderungen und viele neue Urteile die einige “Graubereiche” deutlicher beleuchten/einige eher unklarer machen…. Wir berichteten darüber die letzten Monate immer mal wieder.

Da man in diesem Dschungel an Informationen sehr leicht den Überblick verlieren kann, habe ich zusammen mit meiner Firma, der DZ-Media, hierzu eine Übersicht erstellt, die bereits von unseren Partnern in mehreren Blogs veröffentlicht wurde (danke hierfür!).

Eine Zusammenfassung aller Schaubilder in höherer Auflösung gibt es als PDF hier von DZ-Media bereitgestellt zum download, hier klicken.

Hier alle Schaubilder zum Thema “BDSG / Direkt- & Dialogmarketing  2009 bis 2012” in der Voransicht:


P.S.: Für Zusammenfassung aller Schaubilder als PDF zum download hier klicken!  :-)

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

P.S.: Zur Direktmarketingagentur DZ-Media geht es hier lang: http://www.dz-media.de

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Die Optimal Werbestrategie: Mailing und/oder Anruf?!

Anruf und/oder Mail?

Anruf und/oder Mail?

Erhöht sich der Erfolg einer Werbeaktion, wenn ein E-Mailing und/oder Post-Mailing aktiv per Anruf nachbereitet wird? Kann ein vorausgehender Call den Mailing-Erfolg überhaupt steigern? Die Antwort auf diese Fragen lautet ganz klar: Ja.

In jedem Fall immer das Gießkannenprinzip vermeiden!

Jedes Unternehmen – und damit auch jede Marketing- und Vertriebsaktivität – steht vor der Aufgabe, Bestandskunden zu halten, die Geschäftsbeziehungen mit ihnen auszubauen und neue Kunden zu gewinnen. Die Response-Quote sagt in diesem Fall sicher etwas darüber aus, wie erfolgreich das Mailing war. Aber war diese Maßnahme auch die am besten geeignete, um die Unternehmensziele zu erreichen?

Vor jeder Aktion müssen Unternehmen zuerst einmal das Ziel definieren:
Was soll erreicht werden? Aus der Antwort auf diese Frage ergibt sich dann, welche Maßnahmen ergriffen und welche Instrumente eingesetzt werden, um das Ziel zu erreichen. Kommt ein Unternehmen zu dem Schluss, dass der Einsatz von E- oder Post-Mailings ein sinnvoller Teil der Gesamtstrategie ist, stellt sich die Frage, wie das Mailing integriert wird und welche Aufgabe es erfüllen soll.
Erfolg aber kann jede Einzelmaßnahme nur haben, wenn sie nicht nur im Marketing- und Vertriebsmix strategisch geplant wird, sondern wenn die unterschiedlichen Einzelmaßnahmen auch aufeinander abgestimmt und dem Gesamtziel dienlich sind.

Das passende Instrument für das jeweilige Werbeziel:
Mailing ist nicht gleich Mailing. Je nach dem Ziel, das angestrebt wird, unterscheidet sich die Funktion eines Werbebriefs. Manchmal ist der Einsatz von Mailings auch strategisch widersinnig oder nutzlos. Unternehmen müssen definieren: Soll das Mailing lediglich den Bekanntheitsgrad erhöhen? Soll es, als Stand-Alone, direkt verkaufen? Oder ist sein Ziel, den Vertriebsaußendienst zu unterstützen und zu steuern? Erst wenn diese Fragen klar beantwortet sind, können Marketing und Vertrieb sinnvoll über Maßnahmen entscheiden.

Nun gilt es zu überlegen, welche Erfordernisse erfüllt sein müssen, damit das Mailing-Ziel erreicht wird.

Verfügt das Unternehmen über die richtigen Zielgruppenadressen und die richtigen Ansprechpartner, damit das Mailing auch dort ankommt, wo Entscheidungen getroffen werden?
Wenn nicht, stellt sich die Frage, wie die Firma sich diese Informationen beschaffen kann, denn: Unpersonalisierte Mailings sind nach unseren Erfahrungen das Porto nicht wert, weil sie den Entscheider nicht erreichen oder ungelesen in den Papierkorb wandern. Im B2B-Geschäft kann eine dem Mailing vorgeschaltete Call-Aktion die benötigten Daten (Adresse, Ansprechpartner etc.) liefern, um sicherzustellen, dass die Informationen bei den richtigen Personen ankommen und beachtet werden. Die richtigen Kontaktdaten sind die unabdingbare Grundlage für den Erfolg, die passende Gestaltung des Werbeschreibens ebenso (siehe auch Artikel „Adressdaten: Pflege, Kontrolle, Aufwertung, Anreicherung“). Sie muss zur Gesamtstrategie passen und sich daran ausrichten, was das Mailing bewirken soll und kann.

Anruf und/oder Mail?

Anruf und/oder Mail?

Ein Beispiel: Handelt es sich bei dem beworbenen Angebot um ein preisgünstiges, nicht erklärungsbedürftiges Produkt, kann das Ziel der Mailing-Kampagne durchaus der direkte Verkauf ohne nachgelagerte Aktion sein. In diesem Fall müssen alle kaufentscheidenden Informationen aus dem Mailing hervorgehen. Dennoch ist es in diesem Fall immer ratsam, eine Bestell- und Beratungshotline einzuplanen. Kann und soll das Produkt nicht direkt über ein Mailing verkauft werden, ist die Aufgabe des Werbebriefs eine andere. Gerade im B2B-Bereich und bei erklärungsbedürftigen, hochpreisigen Produkten kann und soll das Mailing nicht verkaufen, sondern Interesse wecken. Wenn z.B. im Vorfeld klar ist, dass Werbeschreiben zur Vertriebsunterstützung eingesetzt werden, müssen Gestaltung und Ablauf der Kampagne darauf abgestimmt sein. Angenommen die Strategie ist so festgelegt, dass es einen ersten Anruf gibt, um die Adressen zu qualifizieren und die richtigen Ansprechpartner zu ermitteln, dann soll ein personalisiertes Post oder E-Mailing versendet werden. Alle Empfänger, die nicht darauf reagieren, sollen im Anschluss telefonisch kontaktiert werden.

Achtung: Zu viele Informationen kann das Kundeninteresse abtöten

Werden solche Mailings nicht richtig durchdacht, sind sie für die nachgelagerten Aktivitäten sogar hinderlich. Das Marketing und die Werbeabteilung legen fest, wie die Texte aussehen und welche Beileger mit welchen Informationen gestaltet und versendet werden. Diese Darstellungen erfolgen häufig aus Produkt- und Unternehmenssicht und enthalten alle wichtigen Informationen. Nun erhalten unsere identifizierten Entscheidungsträger die Informationen, die unser Produkt und die Vorteile/Nutzen beschreiben. Der Empfänger liest die Informationen und bildet sich seine Meinung darüber, ob es für ihn interessant ist. Wenn ihn das Thema zufällig gerade konkret beschäftigt, wird er reagieren oder für weitere Gespräche offen sein. Mehrheitlich wird aber aufgrund der aufgenommenen Informationen entschieden, dass es gerade nicht zu den wichtigsten Themen gehört oder nicht interessant ist. Wenn das Unternehmen weiß, dass sich das Produkt nicht per Mailing, sondern nur im persönlichen Gespräch so darstellen lässt, muss jetzt der aktive Telefonanruf erfolgen, um zu einem Termin zu kommen. Der Gesprächspartner glaubt aber, aufgrund der gelesenen und verstandenen Informationen hinreichend informiert zu sein und sieht für sich keinen Sinn in weiteren Gesprächen. Es wird dann hier enorm schwer Überzeugungsarbeit zu leisten und dennoch in gute Gespräche einzuteigen oder gar jemanden persönlichen zu begeistern.
Wäre das Mailing auf die Gesamtkampagne abgestimmt, würde es lediglich Problemstellungen und Fragen aufwerfen und andeuten, dass das Unternehmen hierfür genau die richtigen  und nötigen Lösungen bietet. Das Werbeschreiben enthält in diesem Fall keine Produktbeschreibungen, Leistungen und Lösungen. Das Mailing spricht Themen an und macht auf Problemstellungen aufmerksam, mit denen sich der Gesprächspartner mehr oder weniger intensiv befasst. Der telefonische „Besuch“ und der Einstieg in Gespräche  zur Lösung fallen dann erheblich leichter, die Erfolgschancen sind deutlich höher. Je nach Produkt, Deckungsbeitrag und Vertriebsstrategie müssen Unternehmen individuell entscheiden, welcher Weg zum Erfolg führt, und diese Entscheidung muss immer in die Gesamtstrategie integriert sein.

Intensive Beratung am besten im Gespräch

Anruf und/oder Mail?!

Anruf und/oder Mail?!

Sicher ist es gut, eine aufeinander abgestimmte Call-Mail-Call-Kampagne durchzuführen. Ob dies aber in jedem Fall und immer erforderlich ist, muss im Einzelfall betrachtet werden. Konkret ist jedes Mal die Frage zu beantworten, ob der Versand eines Mailings vor der Anrufkampagne in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis zum Erfolg steht. Gerade, wenn aktives Telefonmarketing Bestandteil der Strategie ist, kann häufig auf Mailings im Vorfeld verzichtet werden. Es erfolgt die Adressqualifikation inklusive einer Potenzial- und Bedarfsanalyse. Dort, wo es sinnvoll ist, wird direkt ein Termin vereinbart. Alle übrigen Potenziale werden in der Marketing- und Vertriebsdatabase erfasst. Anschließend kommt jetzt das Mailing gezielt zum Einsatz. Nach dem  vorgeschalteten Anruf kann jederzeit in der Datenbank nach Potenzial, Bedarf, Bedarfszeitpunkt etc. ausgewählt werden. Das ermöglicht zielgenaue Maßnahmen und verhindert, dass alle Kunden nach dem Gießkannenprinzip bearbeitet und möglicherweise mit sinnlosen Mailings verärgert werden. Das skizzierte Vorgehen versetzt Unternehmen vielmehr in die Lage, bedarfsorientiert zu handeln. Sie versenden Mailings und Informationen gezielt und inhaltlich auf die jeweiligen Bedarfe abgestimmt. So können sie gezielt zu Veranstaltungen einladen, auf Sonderaktionen hinweisen und bestimmte Produkte anbieten, und dank der Datenbankanalyse wissen sie, welcher Kommunikationskanal jeweils sinnvoll ist. Kunden nehmen in der Folge Mailings als erheblich persönlicher und wertiger wahr als bei ungezielten Aktionen. Aber auch wenn Mailings nicht aktiv nachbearbeitet werden sollen oder dürfen: Es ist in jedem Fall wichtig, dass sie so gestaltet sind, dass sie die gewünschte Reaktion unterstützen.
Das heißt: Unternehmen müssen vor jeder Mailing-Aktion sorgfältig planen, welche Response- oder Bestellmöglichkeiten sie anbieten, mit welchem Response zu rechnen ist, und wie sie sicherstellen, dass Interessenten mit Gesprächswunsch das Unternehmen auch tatsächlich erreichen. Das Mailing sorgt in diesem Fall für den Kontakt. Allerdings ist kaum ein Brief in der Lage, so bedarfsgerecht zu informieren wie ein Anruf.

P.s. Ob im Einzelfall ein E-Mailing (siehe auch diesen Artikel) oder Post-Mailing in die oben skizzierten Beispiele besser passt, sind wirklich reine Einzelfall Endscheidungen die je nach Produkt, Branche und Kundenstruktur individuell festzulegen sind. Generell kann man aber auch eine Telefon/Post/E-Mail Kombination durchaus empfehlen, dies wüde aber den Rahmen deieses ohnehin schon längeren Beitrags sprengen  ;-)

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Werbe-Opt-In richtig erheben nach BDSG

RA Ralf Rösler

RA Ralf Rösler

Folgenden Artikel zum Thema Werbe-Opt-In von RA Ralf Rösler möchte ich heute gern zitieren, da er inhaltlich eine der wenigen Artikel ist, die entscheidende Frage sehr klar beantworten. Leider werfen die meisten Artikel zum Thema BDSG/Opt-In & Co. mehr Fragen auf als das Sie Unsicherheiten/Fragen  lösen, da ist dieser Beitrag eine sehr erfreuliche Erfahrung. Hier der Artikel:

Die seit September geltenden Regelungen zum Bundesdatenschutzgesetz BDSG werfen in der Praxis immer wieder neue Fragen auf. Häufig drehen sich diese Fragen um das Opt-In:

Wird ein Werbe-Opt-in nicht schriftlich oder elektronisch erklärt, sondern etwa mündlich, so ist der Inhalt der Einwilligung nach § 28 (3a) 1 BDSG „schriftlich“ zu bestätigen. Was heißt das in der Praxis?

Die gesetzlich in § 126 (1) BGB definierte Schriftform bringt eine eigenhändige Unterschrift mit sich. Ein Faksimile-Stempel oder ein nur maschinell erstelltes Schreiben genügen dem nicht. Werbetreibende müssten danach auch im Massenverfahren handschriftlich unterzeichnete Bestätigungsschreiben verwenden. Das ist nicht praktikabel.

Es ist bei richtigem Verständnis von § 28 (3a) 1 BDSG auch nicht erforderlich.

Das Erfordernis der eigenhändigen Unterschrift in § 126 (1) BGB soll vor übereilten Erklärungen schützen, die Identität des Erklärenden erkennbar machen, die Echtheit der Erklärung sicherstellen und deren Vollständigkeit garantieren. Die Schriftform für datenschutzrechtliche Einwilligungserklärungen des Betroffenen ist hinsichtlich dessen Recht auf informationelle Selbstbestimmung besonders geeignet, diesen Zwecken zu dienen und bildet daher den Regelfall, § 4a (1) 3 BDSG.

Bei dem Bestätigungsschreiben nach § 28 (3a) 1 BDSG geht es aber weniger um einen Schutz des Erklärenden, sondern eher um Informations- und Dokumentationsanforderungen wie bei der Protokollierung elektronisch erteilter Einwilligungen, welche als Alternative vorgesehen ist. Daher sollte für die Erfüllung dieses „Schriftlichkeitsgebotes“ die Textform nach § 126b BGB ausreichen.

Es genügt also, die Bestätigung des Inhalts der mündlichen Werbeeinwilligung in einer Urkunde oder auf andere zur dauerhaften Wiedergabe in Schriftzeichen geeigneten Weise abzugeben, sofern die Person des Erklärenden genannt wird und der Abschluss der Erklärung durch Nachbildung einer Namensunterschrift oder anders erkennbar gemacht wird.

Fazit: Möglich sind daher auch maschinell erstellte und nicht unterschriebene Schreiben.

Besten Dank an RA Rösler und schöne Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold
http://www.dz-media.de

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Direktmarketing Werbung am Handy unbeliebt

Telefon

Telefon

Wer am Handy im Internet surft, klickt deutlich weniger oft auf Werbebanner als Nutzer eines PCs. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Online-Werbefirma Chitika durch die Auswertung von 92 Mio. Impressions.

Auch die die Website Techcrunch schrieb ähnliche Fakten, beispielsweise das die Wahrscheinlichkeit nur halb so groß ist, dass ein mobiler User einem Werbelink folgt als jemand, der am Heimcomputer sitzt.
Die Chitika  Studie, zeigt aber noch weitere spannende Fakten, u.a. das im direkten Vergleich der unterschiedlichen Handy-Betriebssysteme das iPhone mit der niedrigsten Klickrate von lediglich 0,3 Prozent am schlechtesten abgeschnitten hat. Auf der anderen Seite der Skala fielen Blackberry-Nutzer durch weit höhere Klickraten auf.

Fazit: Für Kritiker ist die Studie interessant, jedoch nicht unbedingt aussagekräftig. Schließlich hätte Chitika Eigeninteresse, nachdem die Firma selbst entschieden hat, nicht in mobile Online-Werbung zu investieren.

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Aufbewahrungsdauer der Opt-In Einwilligungserklärung

Rechtslage

Rechtslage

Heute wurde ich auf ein aktuelles Urteil zum Thema Opt-In des LG Hamburgs aufmerksam, dass ich auf der Webseite dr-bahr.com gesehen habe. Im Urteil Az.: 312 O 362/08 vom 23.12.2008 geht es um die Aufbewahrungsdauer einer datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung, sprich Opt-In.

Das Landgericht hat sich als eines der ersten überhaupt zur Frage geäußert, wie lang eine datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung überhaupt aufgehoben werden darf bzw. muss.

Die Richter urteilten, dass solange ein Verwender/ Adresseigner damit rechnen müsse, das Vorliegen einer Einwilligung nachzuweisen, dürfe/ müsse er die Daten weiterhin speichern. Als Frist setzen die Richter hier drei Jahre – unter Hinweis auf § 11 Abs.4 UWG – fest.

Was war passiert? Darum ging es im Verfahren:
Im Rahmen einer rechtlichen Auseinandersetzung zum Thema Werbeanrufe teilte der Beklagte gegenüber dem Gericht vor, dass er die Einwilligung nicht nachweisen könne, da er diese aus datenschutzrechtlichen Gründen bereits gelöscht habe. Die Hamburger Richter hielten diese Argumentation allerdings  für juristischen Nonsenses und verurteilten den Beklagten.
Begründung: Auch wenn ein ursprüngliches Vertragsverhältnis durch einen Widerruf beendet worden sei, dürfe der Verwender die Daten im Zweifel weiter vorhalten. Sie seien erst dann zu löschen, wenn sie nicht mehr erforderlich seien.

Fazit: Löschen ist nicht gleich löschen. Zwar muss man Endverbrauchern in meinen Augen beispielsweise nach einem Widerruf grundsätzlich die Löschung der Daten bestätigen, kann/ muss jedoch die Opt-In Einwilligung für Rückfragen/ Problemfälle vorhalten.

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Telemarketing Gesetzesänderungen ab HEUTE

Rechtslage

Rechtslage

Direktmarketing Unternehmen aufgepasst: das Cold Call Gesetz, das die Telefonwerbung weiter einschränkt, tritt heute in Kraft, nachdem es gestern im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden ist.

Was ist neu? Kurz zusammengefasst:
Firmen dürfen nicht mehr mit unterdrückter Nummer anrufen. Langfristige Verträge müssen schriftlich oder per E-Mail bestätigt werden. Zudem treten einige Änderungen im Bereich Verbraucherschutzrecht (Abschluss von Dienstleistungsverträgen) in Kraft. Die Neuregelung sieht u.a. auch Bußgelder von bis zu 50.000,– Euro bei Verstößen vor.

Weiterführende Links dazu:

-> Info-Broschüre der Bundesregierung
http://www.bmj.bund.de/files/2b3fca110adf779a2ae508b3d0ffa572/3600/broschuere_verbraucherschutz_telefon_internet_barrierefrei.pdf

-> Neues Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung
http://www.onlinekosten.de/news/artikel/29030

-> Neues Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung verabschiedet
http://www.horizont.net/aktuell/agenturen/pages/protected/Neues-Gesetz-gegen-unerlaubte-Telefonwerbung-verabschiedet_83205.html

-> Neue Gesetze zu Telefonwerbung und Anlegerschutz
http://www.focus.de/politik/schlagzeilen?day=20090804&did=1109743

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Über den Autor

Jan-Philip ZieboldJan-Philip Ziebold ist Geschäftsführer bei der "DZ-Media Verlag GmbH - Werbe- & Mediaagentur für Direktmarketing" in Essen und schreibt in diesem privaten Blog über Trends, Tipps sowie News rund um das Thema Direktmarketing. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite

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