Direktmarketing Blog

Trends, Tipps, Studien und mehr rund um das Thema Direktmarketing – Ein privater Blog von Jan-Philip Ziebold

Richtungsweisend: Deutsche Post unterliegt im Rechtsstreit um Postwerbung

Post-Marketing

Post-Marketing

Unter dem Titel „Eine Waffe für Werbemüde“ schreibt RA Udo Vetter vor kurzem über ein spannendes Urteil, dass alle Werbetreibende betrifft, die im Bereich der Postwerbung tätig sind. Die Zusenden von Postwurfsendungen wird in diesem Urteil untersagt bzw. stark eingeschränkt… aber lesen Sie dazu im Detail den Beitrag von Udo Vetter:

Die Deutsche Post hat ein Urteil rechtskräftig werden lassen, mit dem ihr die Zustellung des eigenen Werbeblatts “einkauf aktuell” an einen werbemüden Bürger untersagt wurde. Geklagt hatte ein Lüneburger Rechtsanwalt.

Der Jurist hatte die Post mehrfach schriftlich aufgefordert, ihm nicht jeden Samstag die Werbesendung in den Briefkasten zu stopfen. Bei “einkauf aktuell” handelt es sich um ein in Plastikfolie eingeschweißtes Fernsehprogramm, dem noch Werbeprospekte beigelegt werden, meist von Supermärkten, Getränkeläden und Elektrodiscountern. Die Deutsche Post vertreibt “einkauf aktuell” bundesweit.

Die Post hielt es für unzumutbar, bei einer solchen Massensendung individuelle Wünsche zu berücksichtigen. Sie verlangte stattdessen, dass der Kläger ein Schild mit “Werbung unerwünscht” an seinem Briefkasten anbringt. Das Landgericht Lüneburg stellte sich jedoch voll auf die Seite des Juristen. Niemand müsse es akzeptieren, dass sein Briefkasten mit unerwünschter Werbung zugemüllt werde. Ein Aufkleber könne nicht verlangt werden, zumal der Empfänger ja möglicherweise andere Werbung durchaus haben möchte, nur eben nicht “einkauf aktuell”.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung ließ das Landgericht Lüneburg die Revision zum Bundesgerichtshof zu. Die Deutsche Post hat aber keinen entsprechenden Antrag gestellt. Laut FAZ steht sie auf dem Standpunkt, das Urteil regele nur einen Einzelfall. Das ist formal zwar richtig, jedoch ist die Entscheidung des Landgerichts Lüneburg ganz offensichtlich als Grundsatzurteil gedacht.

Die Richter sprechen nämlich nicht nur von “einkauf aktuell”, sondern stellen vielmehr klar, jede Postwurfsendung greife in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ein. Dementsprechend stehe es jedem Bürger frei, sich die weitere Zusendung von Massenbriefen zu verbitten und bei Verstößen dagegen zu klagen. Mit der nun rechtskräftigen Entscheidung des Landgerichts Lüneburg haben Werbeverdrossene jetzt jedenfalls eine handfeste Grundlage, um sich juristisch gegen Postwurfsendungen zu wehren.

Das Urteil im Wortlaut

P.s. Am Rande dazu ein Kommentar aus dem Blog von Udo Vetter:

  1. Ralf meint: (5.1.2012 um 21:19);

    Und meinen beiden Vorrednern muss offenbar in der Tat noch die Frage gestellt werden, ob es ihnen wirklich scheißegal ist, wenn Großunternehmen die gesamte Republik mit ihren idiotischen Werbeblättern überschwemmen. Im konkreten Fall sogar noch in (wahrscheinlich besonders umweltfreundliche) Plastikfolie eingeschweißt. Ich finde es ist ein Lichtblick, dass sich immer mehr Menschen gegen diesen unerwünschten Wildwuchs wehren; und das immer öfter mit Erfolg. Vorredner „rainer“ ist sogar zu faul, den Werbemüll zum Altpapier zu tragen. Er verlangt eine Entsorgung im Hausmüll. Sehr schön. Herzlichen Glückwunsch zu dieser modernen Ansichtsweise. Wenn mehr Menschen wären wie sie, dann würden wir heute noch alle auf den Bäumen wohnen und uns gegenseitig lausen. Ächz…

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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BDSG 2009 bis 2012 – Was ist neu und zu beachten!?

Seit 2009 hat sich sehr viel im Direkt- & Dialogmarketing getan. Neben der BDSG Novelle am 01.09.2009 die bis 2012 Step-by-Step greift, hagelt es auch anderweitig Gesetzesänderungen und viele neue Urteile die einige “Graubereiche” deutlicher beleuchten/einige eher unklarer machen…. Wir berichteten darüber die letzten Monate immer mal wieder.

Da man in diesem Dschungel an Informationen sehr leicht den Überblick verlieren kann, habe ich zusammen mit meiner Firma, der DZ-Media, hierzu eine Übersicht erstellt, die bereits von unseren Partnern in mehreren Blogs veröffentlicht wurde (danke hierfür!).

Eine Zusammenfassung aller Schaubilder in höherer Auflösung gibt es als PDF hier von DZ-Media bereitgestellt zum download, hier klicken.

Hier alle Schaubilder zum Thema “BDSG / Direkt- & Dialogmarketing  2009 bis 2012” in der Voransicht:


P.S.: Für Zusammenfassung aller Schaubilder als PDF zum download hier klicken!  :-)

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

P.S.: Zur Direktmarketingagentur DZ-Media geht es hier lang: http://www.dz-media.de

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Die Optimal Werbestrategie: Mailing und/oder Anruf?!

Anruf und/oder Mail?

Anruf und/oder Mail?

Erhöht sich der Erfolg einer Werbeaktion, wenn ein E-Mailing und/oder Post-Mailing aktiv per Anruf nachbereitet wird? Kann ein vorausgehender Call den Mailing-Erfolg überhaupt steigern? Die Antwort auf diese Fragen lautet ganz klar: Ja.

In jedem Fall immer das Gießkannenprinzip vermeiden!

Jedes Unternehmen – und damit auch jede Marketing- und Vertriebsaktivität – steht vor der Aufgabe, Bestandskunden zu halten, die Geschäftsbeziehungen mit ihnen auszubauen und neue Kunden zu gewinnen. Die Response-Quote sagt in diesem Fall sicher etwas darüber aus, wie erfolgreich das Mailing war. Aber war diese Maßnahme auch die am besten geeignete, um die Unternehmensziele zu erreichen?

Vor jeder Aktion müssen Unternehmen zuerst einmal das Ziel definieren:
Was soll erreicht werden? Aus der Antwort auf diese Frage ergibt sich dann, welche Maßnahmen ergriffen und welche Instrumente eingesetzt werden, um das Ziel zu erreichen. Kommt ein Unternehmen zu dem Schluss, dass der Einsatz von E- oder Post-Mailings ein sinnvoller Teil der Gesamtstrategie ist, stellt sich die Frage, wie das Mailing integriert wird und welche Aufgabe es erfüllen soll.
Erfolg aber kann jede Einzelmaßnahme nur haben, wenn sie nicht nur im Marketing- und Vertriebsmix strategisch geplant wird, sondern wenn die unterschiedlichen Einzelmaßnahmen auch aufeinander abgestimmt und dem Gesamtziel dienlich sind.

Das passende Instrument für das jeweilige Werbeziel:
Mailing ist nicht gleich Mailing. Je nach dem Ziel, das angestrebt wird, unterscheidet sich die Funktion eines Werbebriefs. Manchmal ist der Einsatz von Mailings auch strategisch widersinnig oder nutzlos. Unternehmen müssen definieren: Soll das Mailing lediglich den Bekanntheitsgrad erhöhen? Soll es, als Stand-Alone, direkt verkaufen? Oder ist sein Ziel, den Vertriebsaußendienst zu unterstützen und zu steuern? Erst wenn diese Fragen klar beantwortet sind, können Marketing und Vertrieb sinnvoll über Maßnahmen entscheiden.

Nun gilt es zu überlegen, welche Erfordernisse erfüllt sein müssen, damit das Mailing-Ziel erreicht wird.

Verfügt das Unternehmen über die richtigen Zielgruppenadressen und die richtigen Ansprechpartner, damit das Mailing auch dort ankommt, wo Entscheidungen getroffen werden?
Wenn nicht, stellt sich die Frage, wie die Firma sich diese Informationen beschaffen kann, denn: Unpersonalisierte Mailings sind nach unseren Erfahrungen das Porto nicht wert, weil sie den Entscheider nicht erreichen oder ungelesen in den Papierkorb wandern. Im B2B-Geschäft kann eine dem Mailing vorgeschaltete Call-Aktion die benötigten Daten (Adresse, Ansprechpartner etc.) liefern, um sicherzustellen, dass die Informationen bei den richtigen Personen ankommen und beachtet werden. Die richtigen Kontaktdaten sind die unabdingbare Grundlage für den Erfolg, die passende Gestaltung des Werbeschreibens ebenso (siehe auch Artikel „Adressdaten: Pflege, Kontrolle, Aufwertung, Anreicherung“). Sie muss zur Gesamtstrategie passen und sich daran ausrichten, was das Mailing bewirken soll und kann.

Anruf und/oder Mail?

Anruf und/oder Mail?

Ein Beispiel: Handelt es sich bei dem beworbenen Angebot um ein preisgünstiges, nicht erklärungsbedürftiges Produkt, kann das Ziel der Mailing-Kampagne durchaus der direkte Verkauf ohne nachgelagerte Aktion sein. In diesem Fall müssen alle kaufentscheidenden Informationen aus dem Mailing hervorgehen. Dennoch ist es in diesem Fall immer ratsam, eine Bestell- und Beratungshotline einzuplanen. Kann und soll das Produkt nicht direkt über ein Mailing verkauft werden, ist die Aufgabe des Werbebriefs eine andere. Gerade im B2B-Bereich und bei erklärungsbedürftigen, hochpreisigen Produkten kann und soll das Mailing nicht verkaufen, sondern Interesse wecken. Wenn z.B. im Vorfeld klar ist, dass Werbeschreiben zur Vertriebsunterstützung eingesetzt werden, müssen Gestaltung und Ablauf der Kampagne darauf abgestimmt sein. Angenommen die Strategie ist so festgelegt, dass es einen ersten Anruf gibt, um die Adressen zu qualifizieren und die richtigen Ansprechpartner zu ermitteln, dann soll ein personalisiertes Post oder E-Mailing versendet werden. Alle Empfänger, die nicht darauf reagieren, sollen im Anschluss telefonisch kontaktiert werden.

Achtung: Zu viele Informationen kann das Kundeninteresse abtöten

Werden solche Mailings nicht richtig durchdacht, sind sie für die nachgelagerten Aktivitäten sogar hinderlich. Das Marketing und die Werbeabteilung legen fest, wie die Texte aussehen und welche Beileger mit welchen Informationen gestaltet und versendet werden. Diese Darstellungen erfolgen häufig aus Produkt- und Unternehmenssicht und enthalten alle wichtigen Informationen. Nun erhalten unsere identifizierten Entscheidungsträger die Informationen, die unser Produkt und die Vorteile/Nutzen beschreiben. Der Empfänger liest die Informationen und bildet sich seine Meinung darüber, ob es für ihn interessant ist. Wenn ihn das Thema zufällig gerade konkret beschäftigt, wird er reagieren oder für weitere Gespräche offen sein. Mehrheitlich wird aber aufgrund der aufgenommenen Informationen entschieden, dass es gerade nicht zu den wichtigsten Themen gehört oder nicht interessant ist. Wenn das Unternehmen weiß, dass sich das Produkt nicht per Mailing, sondern nur im persönlichen Gespräch so darstellen lässt, muss jetzt der aktive Telefonanruf erfolgen, um zu einem Termin zu kommen. Der Gesprächspartner glaubt aber, aufgrund der gelesenen und verstandenen Informationen hinreichend informiert zu sein und sieht für sich keinen Sinn in weiteren Gesprächen. Es wird dann hier enorm schwer Überzeugungsarbeit zu leisten und dennoch in gute Gespräche einzuteigen oder gar jemanden persönlichen zu begeistern.
Wäre das Mailing auf die Gesamtkampagne abgestimmt, würde es lediglich Problemstellungen und Fragen aufwerfen und andeuten, dass das Unternehmen hierfür genau die richtigen  und nötigen Lösungen bietet. Das Werbeschreiben enthält in diesem Fall keine Produktbeschreibungen, Leistungen und Lösungen. Das Mailing spricht Themen an und macht auf Problemstellungen aufmerksam, mit denen sich der Gesprächspartner mehr oder weniger intensiv befasst. Der telefonische „Besuch“ und der Einstieg in Gespräche  zur Lösung fallen dann erheblich leichter, die Erfolgschancen sind deutlich höher. Je nach Produkt, Deckungsbeitrag und Vertriebsstrategie müssen Unternehmen individuell entscheiden, welcher Weg zum Erfolg führt, und diese Entscheidung muss immer in die Gesamtstrategie integriert sein.

Intensive Beratung am besten im Gespräch

Anruf und/oder Mail?!

Anruf und/oder Mail?!

Sicher ist es gut, eine aufeinander abgestimmte Call-Mail-Call-Kampagne durchzuführen. Ob dies aber in jedem Fall und immer erforderlich ist, muss im Einzelfall betrachtet werden. Konkret ist jedes Mal die Frage zu beantworten, ob der Versand eines Mailings vor der Anrufkampagne in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis zum Erfolg steht. Gerade, wenn aktives Telefonmarketing Bestandteil der Strategie ist, kann häufig auf Mailings im Vorfeld verzichtet werden. Es erfolgt die Adressqualifikation inklusive einer Potenzial- und Bedarfsanalyse. Dort, wo es sinnvoll ist, wird direkt ein Termin vereinbart. Alle übrigen Potenziale werden in der Marketing- und Vertriebsdatabase erfasst. Anschließend kommt jetzt das Mailing gezielt zum Einsatz. Nach dem  vorgeschalteten Anruf kann jederzeit in der Datenbank nach Potenzial, Bedarf, Bedarfszeitpunkt etc. ausgewählt werden. Das ermöglicht zielgenaue Maßnahmen und verhindert, dass alle Kunden nach dem Gießkannenprinzip bearbeitet und möglicherweise mit sinnlosen Mailings verärgert werden. Das skizzierte Vorgehen versetzt Unternehmen vielmehr in die Lage, bedarfsorientiert zu handeln. Sie versenden Mailings und Informationen gezielt und inhaltlich auf die jeweiligen Bedarfe abgestimmt. So können sie gezielt zu Veranstaltungen einladen, auf Sonderaktionen hinweisen und bestimmte Produkte anbieten, und dank der Datenbankanalyse wissen sie, welcher Kommunikationskanal jeweils sinnvoll ist. Kunden nehmen in der Folge Mailings als erheblich persönlicher und wertiger wahr als bei ungezielten Aktionen. Aber auch wenn Mailings nicht aktiv nachbearbeitet werden sollen oder dürfen: Es ist in jedem Fall wichtig, dass sie so gestaltet sind, dass sie die gewünschte Reaktion unterstützen.
Das heißt: Unternehmen müssen vor jeder Mailing-Aktion sorgfältig planen, welche Response- oder Bestellmöglichkeiten sie anbieten, mit welchem Response zu rechnen ist, und wie sie sicherstellen, dass Interessenten mit Gesprächswunsch das Unternehmen auch tatsächlich erreichen. Das Mailing sorgt in diesem Fall für den Kontakt. Allerdings ist kaum ein Brief in der Lage, so bedarfsgerecht zu informieren wie ein Anruf.

P.s. Ob im Einzelfall ein E-Mailing (siehe auch diesen Artikel) oder Post-Mailing in die oben skizzierten Beispiele besser passt, sind wirklich reine Einzelfall Endscheidungen die je nach Produkt, Branche und Kundenstruktur individuell festzulegen sind. Generell kann man aber auch eine Telefon/Post/E-Mail Kombination durchaus empfehlen, dies wüde aber den Rahmen deieses ohnehin schon längeren Beitrags sprengen  ;-)

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Nicht ohne mein “Opt-In”… Aber wie muss es aussehen?

Rechtslage

Rechtslage

Viel ist in den letzten Monaten und Jahren im Rechtsraum der Werbelandschaft hinsichtlich Datenerhebung & -nutzung passiert. Leider wurde hierdurch umso mehr Unwissen, Verwirrung und Unklarheit geschaffen und von einem guten Datenschutz oder einer klaren und transparenten Reglung sind wir weit entfernt. Sicher hat jeder mitbekommen, dass ein Opt-In für Werbung bei gekauften/gemieteten Datensätzen und teilweise auch bei Eigenbestand nötig ist. Doch was ist ein Opt-In? Wie muss es aussehen? Und wie wird dieses überhaupt erhoben? Auf diese Fragen möchte ich in diesem Artikel versuchen Antworten zu geben. Da jede dieser Fragen an sich jedoch schon mehrere Seiten Wert wäre, möchte ich in diesem Beitrag nur eine grobe, aber dennoch informative, Übersicht der wichtigsten Fakten bieten.

Was ist ein Opt-In?
Ein Opt-in ist ein Verfahren, bei dem der Endverbraucher Werbekontaktaufnahmen vorher explizit bestätigen muss.

Kurze rechtliche Zusammenfassung:
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat für Einwilligungen von Verbrauchern in den Empfang von SMS- oder E-Mail-Werbung im Urteil vom 16. Juli 08, (Az. ZR 348/06) ein klares „Opt-in“-Prinzip festgelegt. Und gerade letztens (LG Essen, 20.04.09, Az.: 4 O 368/08) wurde im E-Mail-Marketing zudem das Double-Opt-In Verfahren als das sinnvollste zur rechtlichen Absicherung bestätigt. Auch davor war beispielsweise E-Mail-Werbung nur mit der Einwilligung des Adressaten zulässig (die Ausnahmeregelung für E-Mail-Werbung im Rahmen bestehender Kundenbeziehungen ist seit 2004 im UWG verankert). Das neue BDSG bzw. die Bundestatenschutz Novelle die 2009 beschlossen wurde und nun bald in Kraft tritt, ändert daran nichts bewegendes, sondern setzt bezüglich Post-Werbung noch weitere Regelungen fest. Auch hier wird ein Opt-In (wenn auch mit Ausnahmereglungen) zukünftig Pflicht werden. Und nach wie vor, ist der Bereich rechtlich als „grau“ einzustufen, da klare gesetzliche Vorgaben fehlen. Denn der Gesetzgeber überläßt das Thema sich selbst, und sagt zwar, dass es ein Opt-In geben muss, sagt aber nicht, wie dies zu erheben ist, welche Bestandteile es haben muss oder wie man es aufzuheben oder nachzuweisen hat. Hier gibt es lediglich Referenzurteile, die sich aber leider des öfteren (je nach Gericht/Richter) widersprechen.

Wie wird ein Opt-In überhaupt erhoben und wie muss es aussehen?
Confirmed Opt-in, Double Opt-in, …. Was ist denn nun richtig? Und was sind die Unterschiede? Kurzum: Alles kann richtig sein und alles falsch. Je nach Werbekanal (E-Mail, Post, Telefon, SMS), Richter und/oder Anwalt haben Sie bei 100 Personen sicher gute 200 Meinungen dazu. Aber an irgendetwas muss man sich ja orientieren und daher gehen wir nach der Masse der Endscheidungen. Stets jedoch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Notwendigkeit der Konzerne und den Datenschutzinteressen der Endverbraucher. Generell kann man aber sagen, je umfangreicher der Zustimmungsakt und je größer die Hintergrunddokumentation dieser Aktion ist, um so sicherer und einwandfreier ist das Opt-In.

Generell gelten bei online erhobenen Opt-Ins folgende Regelungen:
– Die Opt-In Zustimmung darf kein Teil der allgemeinen AGB sein (Kopplungsverbot)
– Das Opt-In Zustimmungskästchen darf nicht vorausgefüllt sein
– Das Opt-In Zustimmungskästchen darf kein Pflichtfeld sein
– Das Opt-In Zustimmungskästchen muss eine transparente Textformulierung haben
– Sie müssen genau darüber belehren, welche Datenmerkmale Sie speichern, wozu und was Sie damit machen
– Pauschale Einwilligungen für eine allgemeine Weitergabe aller Daten an Dritte ist unwirksam. Nur explizite Zustimmungen halten vor Gericht stand Generell gelten bei online erhobenen.

Generell gelten folgende Regelungen bei der Opt-In Dokumentationen:
– Quelle, IP, Timestamp und Host des Opt-Ins sollten gespeichert werden
– IP, Timestamp und Host des Double-Opt-Ins sollten gespeichert werden
– Die Speicherung dieser Daten sollte verschlüsselt passieren
– Das Editieren dieser Daten sollte nachträglich unmöglich sein
– Die Opt-In Dokumentation sollte mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden

Für nicht online generierte/erhobene Opt-In Daten gelten diese Regelungen identisch, jedoch jeweils an das entsprechende Medium angepasst. Sie sollten sich vor Augen führen, dass ein gutes und für den Endverbraucher informativ erhobenes Opt-In, neben den rechtlichen Pflichten, zugleich eine Chance auf einen guten und gezielten Kundenkontakt darstellt (und ist somit nicht nur eine Bürde sondern eine wirkliche Möglichkeit).

Lesen Sie bei vertieften Interesse an der Rechtslage, die vorausgegangenen Artikel meines Blogs, die sich sehr ausführlich mit der BDSG Novelle als auch dem Thema Datenerhebung auseinander setzen.

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Ist Co-Sponsoring sinnvoll?! Ja, aber bitte anders!

Das A und O bei der Umsetzung der Neukundengewinnung mit “Co-Sponsoring” ist die Art der Umsetzung.

Das A und O bei der Umsetzung der Neukundengewinnung mit “Co-Sponsoring” ist die Art der Umsetzung.

Co-Sponsoring

Vorab eine Kurzdefinition von Co-Sponsoring:
Beim Co-Sponsoring tritt bei einem Webprojekt zur Datengenerierung (z.B: Verlosung, Umfrage,…) mindestens ein Unternehmen neben dem Betreiber als “Mit-Sponsor” auf. Jeder Co-Sponsor wird namentlich genannt und erwirbt ebenfalls, passend zur Selektion (Alter, Geschlecht, Region, et cetera), ein Nutzungsrecht an den generierten Teilnehmerdaten.

Neukundengewinnung mit Co-Sponsoring:
Co-Sponsoring,  oder auch nur Sponsoring genannt, ist bei Direktmarketingunternehmen zur Adressdatengenerierung im Onlinemarketing sehr beliebt. Mit dieser Methode zur Kundengewinnung ist es möglich große Datenmengen in sehr kurzer Zeit gewinnen. Richtig gemacht, ist diese Methode ein guter Weg Qualität mit Quantität problemlos zu verbinden.

Zu oft wird dies aber leider völlig falsch angepackt und umgesetzt. Dies führt in vielen beziehungsweise in den meisten Fällen zu oft zu derart negativen Ergebnissen, dass am Markt derzeit meist nur zwei Aussagen hinsichtlich der Qualität von Co-Sponsoring existieren: “Sehr gut” und “Sehr schlecht”. Doch worin liegt dies begründet?

Eigentlich ganz einfach, hier kommen zwei Faktoren zusammen:

A) Direktmarker die schnell viel Umsatz machen möchten
+
B) Werbetreibende, die für Neukunden im Co-Sponsoring nur sehr wenig zahlen möchten

Ergebnis = Massenproduktion im Low-Quality Bereich OHNE Nachhaltigkeit

Aber warum? Ein Erklärungsansatz und die Folgen:
Die bisher gängige Adressgenerierung beim Co-Sponsoring sieht bei vielen Anbietern (auch vielen Marktführern) meist wie folgt aus: 30 bis 60 und mehr Co-Sponsoren (teilweise sogar oft inkl. Wiedervermarktern) auf ein und demselben Projekt. Alle erhalten die selben Teilnehmerdaten, der Image-Effekt oder Wiedererkennungswert geht gegen Null , da man in einer Liste dieser Größe selbst mit Logo einfach nur untergeht . Zudem werben die Sponsoren per E-Mail, Post und Telefon auch noch alle sehr zeitnah nach der Generierung für ihre Waren und Dienstleistungen, was natürlich zu einer Überreizung der Endverbraucher bis hin zu einem verständlichen Hass gegenüber der Werbebotschaft/ dem Werbenden reicht.

Beispiel anhand von E-Mail-Marketing:
Dieses Vorgehen führt verständlicherweise dazu, dass die E-Mail-Empfänger innerhalb kürzester Zeit durch die hohe Anzahl an Stand-Alone Werbemails, schlicht und einfach nicht mehr reagieren. Niedrige Öffnungsraten und hohe Abmeldequoten sowie Klickraten weit unter einem Prozent sind die typischen Erkennungsmerkmale solch qualitativ niedriger Adresspotentiale. Was man aber als Co-Sponsor leider erst nach dem Kauf und oft auch erst nach der ersten oder zweiten Werbebotschaft bemerkt. Hier werden unerfahrene Werbetreibende ins offene Messer laufen gelassen für den schnellen Umsatz ohne Nachhaltigkeit bei der Werbeleistung beziehungsweise Datenqualität.

Es gibt selbstverständlich immer solche und solche Anbieter am Markt und Co-Sponsoring ist an sich auch eine wirklich gute Idee (wir verkaufen dies selber sogar mehr als oft an unsere Kunden), aber es muss wie alles gut und mit einem durchdachten Konzept dahinter umgesetzt werden. Wichtig: Das oben beschriebene Beispiel ist nicht die Ausnahme, sondern leider meist die Regel. Das sollten Sie sich bewusst machen bei Ihrer Mediaplanung.

Achten Sie daher immer auf folgendes, wenn Sie sich für Co-Sponsoring entscheiden:
– Eine niedrige Sponsorenanzahl, optimal nicht mehr als 5 bis max. 15 Stück pro Aktion
keine Wiedervermarkter/Agenturen unter den Sponsoren
– Lassen Sie sich ganz klar sagen, an welcher Stelle der Datennutzung Sie stehen
– Klären Sie genau ab, wer vor und wer nach Ihnen und mit welchem Abstand dazwischen für was wirbt
– Der generierende Dienstleister sollte DDV Mitglied sein und einen geprüften Datenschutzbeauftragen haben

Beachten Sie diese Punkte, haben Sie die ersten Schritte zu einer guten Co-Sponsoring Qualität gemeistert.

Am Markt gute Partner zu finden, die die Themen Datenschutz (Opt-In) und Qualität ernst nehmen und die Daten auch „sanft“ bewerben und diese eben nicht an x Firmen weitergeben, ist kein leichtes Unterfangen. Dies liegt leider auch oft an den Werbetreibenden selber beziehungsweise am eingangs genannten Punkt “B” (niedrige Budgets für Neukunden im Co-Sponsoring). Dies führt teilweise natürlich dazu, dass Datenschutz und Qualität nicht mit der nötigen Gewichtung betrieben wird und teilweise auch nicht betrieben werden kann. Kurzum, es ist eine Kombination aus den Punkte A und B plus vieler weiterer Faktoren.

Hintergrundinformationen:
Im DDV Council Digitaler Dialog wird bei diesem Thema derzeit versucht eine maximale Anzahl an Co-Sponsoren im Ehrenkodex aufnehmen zu lassen (geplant sind ca. 10 bis 20). Bisher trifft dies aber leider auf heftige Gegenwehr durch einige Direktmarker am Markt. Die Verbraucherzentrale beispielsweise ist offen der Meinung, dass es nicht mehr als 10 bis 15 Sponsoren sein sollten. Wir selber haben max. 15 Partner eingebunden, um den beschriebenen Effekt zu vermeiden (der natürlich nicht nur im E-Mail Marketing sondern auch ganz klar im Telefon und Post-Marketing gleichermaßen zu spüren ist).

Und die Moral von der Geschicht,
Co-Sponsoring bringt es nicht?!

Nein, das wäre falsch. Fakt ist:
Co-Sponsoring an sich ist ein gängiger,
und gezielt und kontrolliert eingesetzt,
auch ein sehr guter Weg
zur qualitativen Datenakquise.

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Adressdaten: Pflege, Kontrolle, Aufwertung/Anreicherung

Ziebold's Tipps

Ziebold's Tipps Teil 1: Adressdaten

Irgendwann erhält jeder ja mal einen Brief oder eine E-Mail, in dem sein Vor- oder Nachname falsch geschrieben ist oder gar Personen angeschrieben werden, die es gar nicht bei einem gibt. Sowie halt die sonstigen üblichen Fehler im Adressaufbau allgemein, die bei einem von Schmunzeln bis Ärgernis alles Mögliche auslösen können… Dann kommt bei den meisten automatisch die Frage auf: Wie sieht dies denn in meiner eigenen Firma aus und wie und wer kümmert sich denn bei uns um die Adressqualität? EDV, Marketing, Vertrieb oder gar der Kundenservice?! Falls Sie überhaupt einen Verantwortlichen finden, stellt sich immer wieder heraus, dass dieser/diese meist erschreckend wenig Ahnung hat/haben. Eigentlich ist eine gute Adresspflege heutzutage selbstverständlich und auch ohne Probleme machbar – aber die Wirtlichkeit sieht leider oft ganz anders aus.

Adressen = Dreh- und Angelpunkt aller Marketingmaßnahmen
Für alle Unternehmen, die den direkten Kontakt zu ihren Kunden suchen, ist die Kundendatenbank der Dreh- und Angelpunkt von Marketingaktivitäten. Der Gedanke, dass dabei die Qualität – insbesondere die schlichte Korrektheit der Adressdaten – eine wesentliche Rolle spielt, wird viel zu oft unterschätzt. Viel zu oft wird hier nur auf günstige Masse mit kurzlebigen Strategien gesetzt, statt in langfristige Nachhaltigkeit zu investieren!

Warum sind gepflegte Adressbestände so wichtig? Ein paar Selbstverständlichkeiten im Schnellüberblick:

– Der Empfänger der Briefe/E-Mails liest ungern seinen Namen oder eine Anrede falsch geschrieben
– Eine richtige und sinnvoll eingesetzte Personalisierung führt zu einer Steigerung der Responsequote
– Analysen verwässern stark durch fehlerhafte Grundlage (z.B. fehlerhafte Anreden, Geburtsdaten, etc.)
– Falsche Post-Adressen führen zu erhöhten Postrückläufen beziehungsweise zu unnötiger Budgetverschwendung
– Falsche E-Mail-Adressen führen zu erhöhten Bounce-Quoten und damit zu einer schlechten Reputationen Ihrer E-Mail Server
– Falsche Telefon-Adressen führen zu unnötigem Leerlauf bzw. Personalkosten im Telemarketing
– Doppelte Adressen führen zu verärgerten Empfängern und lassen an der Kompetenz des Unternehmens zweifeln, wenn man doppelt angesprochen wird…
– Nur mit standardisierten und aktuellen Adressen kann man eine Datenanreicherung mit externen Daten nutzen (z.B. mit Lifestyle-Daten)

Um nur einige Punkte zu nennen, die Liste könnte gut 10fach so lang sein und würde das Thema nur ankratzen… Daher gilt: Nehmen Sie Adresspflege ernst und sparen Sie nicht am falschen Ende!

Wie stellt man die Adressqualität fest? Wie kann man ungepflegte Daten pflegen?
Bevor die ganze Prozedur der Bereinigung gestartet werden sollte, stellt sich die Frage, ob Sie dies selbst machen wollen/können oder ob Sie dies bei einem Dienstleister durchführen lassen. Für „selbst machen“ spricht ganz klar die Aussage „Adressen gehören in die Kernkompetenz einer jeden Firma“. Bei kleineren Adressbeständen oder in der Anfangsphase kann es bei einem Dienstleister dennoch schneller und einfacher gehen. Mittelfristig sollten Sie die Adressen immer in die Firma zurückholen und diese nur bei Datenanreicherungen aus der Hand geben. Adressen sind das Kapital einer jeden Firma, also Ihr Kapital für eine sichere Unternehmenszukunft. Ein Dienstleister (außer er ist ein für Ihre Branche nachgewiesener Spezialist) kann diese Individualität einer Firma meist weniger gut abbilden.

Vorgehensweise bei der Adresskontrolle/-pflege – Schnellüberblick:

1. Manuelle Sichtprüfung
2. Normierung/Standardisierung
3. Dublettenbereinigung
4. Vervollständigung/Anreicherung
5. Manuelle Bereinigung
6. Fertig! + Neue Strukturen zukünftig gezielt pflegen.

Folgende Punkte sollten Sie nach der Datenpflege in Ihrem Unternehmen einführen/umsetzen:
– Festlegen von Prüfzyklen für eine laufende Bereinigung
– Erarbeitung von automatisierten bzw. manuellen Prüfprozessen
– Schulung der Mitarbeiter sowie Festlegen von Verantwortlichkeiten

Die Vorgehensweise bei der Adresskontrolle/-pflege im Detail:

1. Manuelle Sichtprüfung

Dieser Schritt dient dazu, sich erst einmal selber einen schnellen Überblick darüber zu verschaffen, wie es um die eigenen Daten steht. Sie übernehmen aus einem zusammenhängenden PLZ-Gebiet (am besten ist eines, in dem man sich auch persönlich gut auskennt) alle vorhandenen Adressen. Eine Anzahl von 5.000 bis 10.000 ist schon ausreichend. Falls Sie nur über E-Mail- oder nur Telefon-Daten verfügen, sollten Sie sich entsprechend passende Pakete zusammenstellen.

Und los geht’s: Als Erstes sortieren Sie die Adressen nach Namen und Vornamen unabhängig von der PLZ. Schauen Sie sich die Schreibweise der Namen und Vornamen an und Sie werden schnell feststellen, in welchen unterschiedlichen Schreibweisen eindeutige Namen und Vornamen erfasst worden sind: Falsche Groß-/Kleinschreibung. Der Vorname steht im Nachnamensfeld bzw. umgekehrt, etc.. Danach prüfen Sie, ob die Anrede zum Vornamen passt.
Nun sortieren Sie die Adressen nach PLZ, Straße, Namen und Vornamen. Schnell stellen Sie fest, ob Personendubletten in der Datei enthalten sind. Oder ob unter derselben Adresse mehrere Familienmitglieder erfasst sind. Sind das nun Oma, Mutter, Tochter? Oder ist das Zufall? Im letzten Schritt prüfen Sie dann, ob alle PLZ fünfstellig sind. Haben sich evtl. ausländische Adressen eingeschlichen? Sind diese entsprechend gekennzeichnet?
Sortieren Sie zum Schluss auch testweise kleinere Pakete mit Telefon und E-Mail-Adressen und prüfen Sie auch hier den Datensatzaufbau… sprich: Stimmt der Aufbau “name@domain.domainendung” (häufige Fehleingaben bei E-Mail-Adressen: “www.manuel@online.de” oder auch “manuel.online.de” sowie auch “manuelmüller@online.de”).
Jetzt zählen Sie die Anzahl der Post-Adressen mit Fehlern. Ist die Fehlerquote höher als zwei bis drei Prozent, sollten Sie umgehend handeln, mehr als 5% Fehlerquote ist bereits als gravierend anzusehen. Bei Telefon und E-Mail ist die Aussage schwerer zu treffen, aber auch hier gilt, die Fehlerquote sollte einstellig sein und alles darüber hinaus ist immer ein mehr als starkes Warnsignal!

2. Normierung/Standardisierung

Sie bereiten die Adressdaten so auf, dass alle Informationen die verarbeitet werden können, in die einheitlichen Felder geschrieben werden. Trennen Sie was zu trennen ist in eigene Datensatzfelder (Beispiel Straße und Hausnummer, Vorwahl und Rufnummer, Anrede und Name, Vor- und Nachname, etc.). Überprüfen und korrigieren Sie die Anrede über eine Vornamenstabelle (Diese Tabellen gibt es bei Dienstleistern zu mieten, dies auch für Namen aus anderen Ländern). Standardisieren Sie die Schreibweise der Straße, die Ortsbezeichnung und eventuell die Postleitzahl (Beispiel statt mal “Straße” oder mal “Str.” zu dulden, sollten Sie sich für eine Schreibweise entscheiden und die dann “fehlerhaften” Daten korrigieren).

3. Dublettenbereinigung

Dies ist schon etwas schwieriger, und meist nicht ohne externe Hilfe machbar. Bei E-Mail und Telefon Adressen können Sie simpel schauen, ob es die Adresse zweimal gibt, bei Postadressen wird es schon etwas kniffliger, denn woher wissen Sie schon ob “Gartenstraße” ein Schreibfehler ist und z.B. eigentlich die “Gärtnerstraße” gemeint war oder ob es beide Straßen gibt? Oder wer sagt, dass es einen “Manuel Müller” nur einmal in Deutschland gibt? Vielleicht gibt es ihn sogar mehrfach in der gleichen Stadt oder noch kniffliger in der gleichen Wohnanlage…. Sie müssen die Prüfung auf jeden Fall gezielt auf Personen- und Familiendubletten durchführen.
Wie Sie also sehen, gibt es viele Methoden und Wege. Die simpelste ist es, erst einmal selbst zu schauen, ob Einträge doppelt vorkommen.

4. Vervollständigung/Anreicherung

Bei Adressen, die schon länger (sechs bis zwölf Monate) nicht mehr validiert worden sind, bietet sich eine Umzugsprüfung an. Sie können mit deren Hilfe entsprechend auf die neue Adresse umstellen (auch solche Datenbanken kann man bei Dienstleistern mieten). Mit einem Abgleich der Daten von Verstorbenen oder insolventen Personen und Firmen können Sie in einem weiteren Schritt Ihre Adressen bereinigen.
Mit der richtigen Anschrift ist nun auch eine Vervollständigung oder Korrektur von Unternehmensbezeichnungen möglich. Viele Dienstleister bieten Ihnen diesen Service an. Sie können so Ihre Adressen mit Telefonnummern, Branchen- oder Lifestyledaten anreichern.

5. Manuelle Bereinigung

Der letzte Schritt ist nun die manuelle Korrektur. Dies ist sicherlich aufwändig, aber ist zwingend durchzuführen. Leider erkennt auch die beste Software nun mal nicht alle Fehler und kann nicht alles automatisch korrigieren oder bereinigen. Diese „unsicheren Dubletten bzw. Schreibweisen“ werden nun Datensatz für Datensatz durchgesehen und entweder mit „korrekt“ bestätigt oder entsprechend korrigiert/gelöscht. Auch hier gilt, dass es viele Dienstleister gibt, die diesen Service auch professionell anbieten – dies ist aber meist sehr kostenintensiv.

6. Fertig! + Neue Strukturen zukünftig gezielt pflegen.

Alle oben genannten Schritte sind natürlich auch in den laufenden Prozessen bei neuen Adressen durchzuführen. Auch in Firmen, bei denen sehr viele Beteiligte die Adressen anfassen und eventuell korrigieren, ist ein laufendes Qualitätsmanagement notwendig.

Fazit: Je nach Adressmenge und Qualität/Zustand der Adressen, kann eine Erstbereinigung viel Aufwand und Kosten bedeuten, ist es aber in jedem Fall wert. Es gilt, ein ausreichend großes Budget für die anfänglich externe Unterstützung, für Software, sowie für die Validierung und die manuelle Pflege zur Verfügung zu stellen. Perfektes Adressmanagement ist die notwendige Grundlage für Ihren zukünftigen Erfolg und somit eine der wichtigsten Aufgaben in jedem Unternehmen – unabhängig davon, ob es sich nur um 100 oder um 10 Millionen Adressen handelt.

P.S. Kleine Eigenwerbung sei erlaubt: Mein Unternehmen, ist seit gut 10 Jahren im Bereich Adressen tätig und kann somit alle erwähnten Dienstleistungen umsetzen. Gerne beraten wir Sie hier kostenfrei bei Ihren ersten Schritten in der Adressbereinigung/-anreicherung.

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Co-Sponsoring / Co-Registrierung, kurze Themeneinführung

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Themeneinführung

Neukundengewinnung beziehungsweise Datengenerierung durch Co-Sponsoring und/oder Co-Registrierung. Eine kurze Einführung sowie die grundlegenden Vor- und Nachteile im Schnellüberblick.

Die Grundmethodik von Co-Sponsoring als auch von Co-Registrierung (kurz oft CoReg genannt) gibt es schon lange und stellt keine Erfindung des Onlinemarketings dar, die Begrifflichkeiten an sich wurden jedoch klar im Onlinemarketing geprägt.
Bei beiden Methoden geht es vereinfacht ausgedrückt darum, in einem bestehenden Kundendialog weitere Angebote zu platzieren, mit dem Ziel, das der Kunde diese ebenfalls bestellt. Dies auch ohne den konkreten Vorsatz, dies im Vorfeld überhaupt zwingend eingeplant zu haben. Es sind somit beide Methoden eine Form der prozessintegrierten Produktwerbung innerhalb eigener oder auch fremder Prozesse zur aktiven Datengenerierung.

Diese zwei Grundprinzipien lassen sich auf die unterschiedlichsten Bereiche in vielen Darstellungsvarianten integriert anwenden. Sei es zur Generierung zusätzlicher Bestellungen ergänzender eigener oder fremder Produkte, zur Gewinnung von E-Mail Adressen für Newsletter, Telefonnummern für Rückrufanforderungen für Beratungs-/Verkaufgesprächen, Produktinformationen per Post (Infoflyer, Kataloge), etc. – Es gibt viele weitere Möglichkeiten, die Anwendungswege sind somit nahezu unbegrenzt.

Primärer Unterschied beider Methoden…
…ist der Aktivitätsgrad der Endverbraucher im Dialogprozess. Muss der Kunde bei der Co-Registrierung beispielsweise aktiv ein Angebot aktivieren/annehmen, so muss er beim Co-Sponsoring nichts dergleichen unternehmen. Das entsprechende Angebot/Produkt wird ihm passend seiner durch den Anbieter eingeschätzten Affinität und von Ihnen festgelegten Zielgruppe (Geschlecht, Alter, Region, etc.) automatisch zugeordnet.

Beispiel Co-Registrierung:
Sie begeben sich mit dem Wunsch ein Konto zu eröffnen, auf die Webseite der Deutschen Bank. Innerhalb der Onlineanmeldung zum Konto werden Sie gefragt, ob Sie nicht zusätzlich eine Visa Kreditkarte zum Konto hinzubestellen möchten.
=> Bei der Co-Registrierung hat der Teilnehmer somit die Möglichkeit, sich *wahlweise* neben dem eigentlichen Produkt noch für weitere – in der Regel thematisch passende – Services zu registrieren. Die Mitnahme der Co-Registrierungen erfolg aktiv als Opt-In per Mausklick.

Beispiel Co-Sponsoring:
Ein Unternehmen veranstaltet ein Quiz zur Kontaktgenerierung. Fremde Unternehmen können sich hier nun als Co-Sponsoren mit auf dem Projekt platzieren lassen. Diese sind nun indirekt Mitveranstalter und erhalten ebenfalls die Teilnehmerdaten.
=> Beim Co-Sponsoring tritt somit mindestens ein Unternehmen neben dem Betreiber als “Mit-Sponsor” eines Projektes zur Datengenerierung auf. Jeder Co-Sponsor wird namentlich genannt und erwirbt  ebenfalls, passend zur Selektion (Alter, Geschlecht, Region, etc.), ein Nutzungsrecht an den generierten Daten.

Beide Methoden lassen sich gleichermaßen gut nutzen, um für seine eigenen Produkte Neukunden zu gewinnen. Pauschal kann man nicht beantworten, welche Methode die Bessere ist. Beide haben je nach Zielrichtung, Produkt und Selektion ihre Pros und Contras.
Ganz wichtig ist es hier, sich selber sehr bewusst darüber zu werden, wie die ganz genauen Ziele der eigenen Neukundengenerierung lauten.

Zur groben Orientierung, kann man jedoch wie folgt verallgemeinern:

Co-Registrierung macht Sinn wenn:
– Sie ein sehr spezielles Produkt besitzen, das keine allgemeine Affinität besitzt und daher ganz explizit vom Endverbraucher gewählt werden muss/sollte und die ausdrückliche Erlaubnis benötigt.
– Sie einen hohen Wert auf eine langfristige Kundenbindung legen, wenig Streuverluste wünschen und bereit sind, hierfür auch deutlich mehr zu zahlen als vergleichsweise beim Co-Sponsoring.

Co-Sponsoring macht Sinn wenn:
– Sie schnell eine größere Menge an Neukunden kostengünstig gewinnen möchten, die aus Qualitätssicht durchaus einen erhöhten Streuverlust und eine kurzlebige Lebenszeit beinhalten darf. Die aber meist, durch die niedrigeren Gewinnungskosten im Vergleich zur Co-Registrierung, kompensiert werden.
– Sie eine bekannte Markte und/oder ein Produkt besitzen, das sehr allgemeine Affinität besitzt und somit eine große Zielgruppe anspricht und wenig Vorwerbung benötigt. Streuverluste sind dann meist selten.

Es gibt bei beiden Varianten natürlich verschiedene Formen der Integration. Bei der Co-Registrierung ist ein guter Text, der einfach und in wenigen Worten Ihre Dienstleistung heraus stellt, wichtig. Vermeiden Sie lange Sätze oder große Erklärungen.
Gerade bei der Co-Registrierung hängen die Qualität und das Volumen massiv von der Einbindungdarstellung ab. Man kann eine CoReg simpel als Grafik (meist 88×31 Pixel) und zweizeiligen Text inkl. Zustimmungskasten einbauen, oder auch per Options-Button im Ja-Nein-Frageprinzip, das Ganze eingebaut in eine Liste von dutzenden oder wenigen anderen CoRegs, einzeln oder auch als Integration auf eine Dankesseite mit einer großer Abbildung und umfangreicherem Text, und so weiter. Die Darstellungsvarianten und Extras sind sehr umfangreich.

Rechtliche Aspekte, Grundlagen:
Man muss hier erst einmal unterscheiden zwischen E-Mail-, Post- und Telefondaten sowie der Kombinationen aus diesen und zusätzlich zwischen CoReg und Co-Sponsoring. Je nachdem welche Datenmerkmale sie erheben möchten, gelten andere Regeln und Generierungswege. Da die Erläuterung dieser Rechtslage den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde, werde ich dies, in einem gesonderten Beitrag später einmal erörtern (einen frühereren Arikel von mir mit mehr Rechtsinformationen finden Sie hier).

Was sie jedoch bereits jetzt unbedingt zum Thema Rechtslage wissen sollten ist, dass es zu diesem Thema zwischen den Agenturen, Anwälten und sogar Richtern/Gerichten sehr viele unterschiedliche und sogar gegenläufige Auffassungen und Aussagen gibt. Ich empfehle Ihnen daher, im Zweifelsfall, immer den schwierigeren Weg zu gehen! Dies geht zwar oft zu Lasten der möglichen Menge an Neukunden, aber mit Sicherheit nicht zu Lasten der Qualität oder Rechtssicherheit.
Aber wie alles, ist auch das eine normale Kosten-/Nutzenrechnung.

Wenn Sie alle Ratschläge beherzigen, haben Sie für Ihre Neukundenakquise eine solide Grundlage für die Umsetzung beider Methoden.
Danke auch an Wikipedia für die Erwähnung einiger Punkte meines Artikels unter http://de.wikipedia.org/wiki/Co-Registrierung – Dieser Beitrag wird ständig aktualisiert, so dass die genannten Informationen stetig aktuell sind.

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Mehr Response bei Mailings

Direktmarketing Erfolg mit guten Texten erzielen!

Direktmarketing Erfolg mit guten Texten erzielen!

Binkende Animationen, Personalisierungen, faszinierende IT-Systeme und co gibt es zur genüge um aus Mailings noch mehr Respons herauszuholen. Dabei vergessen viele in diesem Run auf neue Dinge, oft das simpelste eines Mailings: den Text. Ein Mailing (egal ob Post oder E-Mail) ist immer nur so gut wie der darin enthaltene und geplante Text.

Daher möchte ich Ihnen heute eine einfache aber wirkungsvolle Technik an die Hand geben, die Ihnen sicher beim ein oder anderen Mailing hilfreiche Anregungen geben wird:

Das Wort “warum” bringt Ihre Aussagen auf den Punkt. Zwangsläufig folgt dem “warum” das “weil”. Mit den siamesischen Wort-Zwillingen “warum+weil” verketten Sie logisch Zusammenhänge. Das “warum?” erfordert ein treffendes “weil …!”. Dazu beantworten Sie mit dieser Technik vorab Fragen Ihrer Zielperson. Beispiel:

> Warum können Sie sich bald täglich über Ihre Stromkosten freuen?
> Weil der kostenlose Vergleichsrechner… …!

Dieses Frage-Antwortspiel können Sie unbegrenzt einsetzen. Gleichzeitig dient sie als persönliche Ideenfabrik und liefert Ihnen neue Gedanken zu Ihrem Angebot. Mühelos bauen Sie damit eine Beziehung zum Leser auf. Vertrauen Sie dieser Texttechnik, und bauen Sie weiter Argumentationsketten damit.

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Post- & Online-Marketing verzahnen

Post-Marketing

Post-Marketing

Der Brief ist tot – Es lebe der Brief! “Internet ist nicht alles”, sagten 81% der befragten Fachleute schon 2005 im Rahmen einer Umfrage der Agentur 21torr und rieten dazu, Dialog Marketing per Brief und Online-Marketing miteinander zu verzahnen. 2005 ist nun schon wirklich etwas her, aber die Aussage ist aktueller den je. Zwar informieren sich z.B: Online-Shopper heute primär online – sprich Kataloge und Briefe sind daher oft out, dennoch ist Brief bei weiten nicht tot. Den integriertes Dialogmarketing ist auch heute noch das A und O einer guten und umfassenden Werbestrategie, der “Brief” bleibt unverzichtbar. Den Mailings sind oft individueller und einzigartiger, den anders als E-Mails können die klassischen Mailings per Brief den Empfängern darüber hinaus auch ein sinnliches Erlebnis bieten.

Die USPS veröffentlichte unter der Überschrift <USPS Research Shows Direct Mail Drives Online Sales> eine von comScore Networks, Inc. durchgeführte Studie, die eine solche Behauptung eindeutig belegt.
Empfänger von Katalogen besuchen z.B. 16% häufiger die Webseite eines Onlinehändlers. Weiterhin ist die Anzahl der Erstbesucher einer Website, die einen Katalog erhalten haben, doppelt so hoch, wie die Anzahl Besucher ohne Katalog. Eine weltweite Untersuchung zeigte, dass Brief-Empfänger einen Wert aus dem erhaltenen Brief ableiten können und bereit sind, ihn zu öffnen und zu lesen. Das Ergebnis dieser weltweiten Untersuchung wird in Amerika beeindruckend bestätigt: 98% aller Amerikaner lesen jeden Tag Ihre Post; aber weniger als 50% lesen jeden Tag ihre E-Mails!

Zwischenfazit: Es ist sehr erfreulich, dass über 60% der Deutschen im Internet aktiv sind. Ca. 75% der über 65-jährigen und über 40% der Gesamtbevölkerung sind es aber noch nicht. Das der sogenannte “SilverSurfer”, als ein Beispiel, immer mehr an Bedeutung gewinnt, sollte denke ich mal niemanden entgangen sein in den letzten Jahren. Mit einer kombinierten und verzahnten Werbestrategie, kann man auch diese Zielgruppe optimal ansprechen.

Welche Schlüsse lassen sich aus den o.g. Fakten ziehen?:
Wahrscheinlich hat jeder hat da seine eigenen Vorstellungen. Meine ist, dass eine intelligente Kombination aus Direct-Mailing, E-Mailing und Website die Response entsprechend steigert und man nicht zu früh den „tot“ von Post-Marketing ausrufen sollte.

Beenden möchte ich den Beitrag mit einem Zitat von Bruce Barton (Begründer der BBDO-Werbegesellschaft):
In guten Zeiten haben die Menschen den Wunsch zu werben; in schlechten Zeiten müssen sie es tun!“.

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Satire: Post“wurf“sendung

Die Zukunft mit Opt-In beim Post-Marketing…. Da nimmt das Wort „Postwurfsendung“ direkt ganz unerwartete Formen an…. ;-)

Quelle: http://nichtlustig.de

Direktwerbung ohne Opt-In aber Anlassbezogen  ;-)

Direktwerbung ohne Opt-In aber Anlassbezogen ;-)

P.s. Update: Tja, auch 2014 noch Thema, das liebe Opt-In. Und nach wie vor machen es die meisten eher wie der Steinewerfer statt es richtig aufzubauen. 

Wenn Ihr mal wissen wohl wie man es richtig macht, also richtig und richtig schön macht, nehmt gern Kontakt auf :-)
Eure Jan-Philip Ziebold (CEO bei DZ-Media)

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Über den Autor

Jan-Philip ZieboldJan-Philip Ziebold ist Geschäftsführer bei der "DZ-Media Verlag GmbH - Werbe- & Mediaagentur für Direktmarketing" in Essen und schreibt in diesem privaten Blog über Trends, Tipps sowie News rund um das Thema Direktmarketing. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite

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