Direktmarketing Blog

Trends, Tipps, Studien und mehr zum Thema Direktmarketing

Post reagiert auf Sicherheitsbedenken zum E-Postbrief mit neuen FAQs

Die Deutsche Post überraschte die Tage mit einer sehr schnellen und hilfreichen Aktion (u.a. auf diesem Blog per Kommentar) hinsichtlich der durch verschiedene Stellen getätigten Vorwürfe zur Sicherheit des neuen E-Postbriefes (ich berichtete). Unter http://go.post.de/w4hao gibt es eine neue FAQ Übersicht, die genau zu diesem Themen Stellung nimmt. Bilden Sie sich selber einen Meinung und schauen Sie dort mal vorbei.

Beste Grüße,
Jan-Philip ZIebold

Filed under: Allgemein, E-Mail Marketing, Sonstiges , , , , , ,

Deutsche Post bringt das Briefgeheimnis ins Web, wirklich?!

E-Postbrief“Die Deutsche Post bringt das Briefgeheimnis ins Internet”, das verspricht die Deutsche Post AG mit ihrem neuen E-Postbrief (Ich berichtete bereits vor ein paar Tagen hierzu). Doch ist dieses hoch gesteckte Ziel wirklich zu erreichen?

Rechtsanwalt Thomas Stadler hat hierzu eine klare Meinung (die ich im übrigen komplett teile): “Der E-Postbrief ist nicht viel sicherer als eine Postkarte”. Die Stiftung Warentest urteilte sogar noch härter: “kompliziert, teuer und nicht besonders sicher”. Auch in einem Heise Artikel blieb kaum ein gutes Wort am E-Postbrief hängen.

Zurecht?

Heute las ich hierzu einen spannenden Artikel vom Autor Richard Gutjahr. Er hat mit den beiden Rechtsanwälten Udo Vetter und Thomas Stadler sich mal das Kleingedruckte der Post vorgenommen. Soviel vorweg: bei manchen Passagen geht richtig die Post ab (Zum ganzen Artikel: “Mit der Arroganz eines Monopolisten”).

Das vorweggenommene Fazit dieses Artikels ist spannend: Die Autoren sagen nicht, dass der E-Postbrief per se gefährlich ist, aber zeigen ganz klar die klaren Schwächen auf. “Der E-Postbrief kann dazu beitragen Behördenvorgänge zu vereinfachen, ggfs. sogar zu beschleunigen”, so der positive Teil des Fazits. Gleichwohl muss sich jeder Kunde laut den Autoren über Folgendes klar sein: “So sicher, wie uns die Post in ihrer teuren Anzeigenkampagne glauben machen will, ist der E-Postbrief bei Weitem nicht! Er bietet Strafverfolgern wie auch Kriminellen deutlich mehr Möglichkeiten, Personen auszuspionieren als das beim klassischen Brief der Fall ist. Das ist vor allem deshalb wichtig zu wissen, weil ja gerade sensible Inhalte über den E-Postverkehr transportiert werden sollen.”

Fazit: Der E-Postbrief der Deutschen Post ist sicherlich praktisch – aber wie Thomas Stadler bereits sagte: nicht viel sicherer als eine Postkarte.

Ob der E-Postbrief ein notwendiges Übel ist oder man diesen besser boykottieren sollte ist die Frage die man sich in den kommenden Monaten selbst stellen muss.

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

P.s. Zahl des Tages: Schon 250.000 Benutzer haben sich allein in den ersten beiden Tagen für den E-Post-Brief der Deutschen Post registrieren wollen. Aufgrund des großen Andrangs hat die Post nun Probleme mit der Freischaltung (focus.de).

Filed under: Allgemein, E-Mail Marketing, Studien und Trends , , , ,

IT-Sicherheit bei Behörden, was zum schmunzeln für Zwischendurch – OffTopic

Spaß/Offtopic

Spaß/Offtopic

Zwar völlig themenfremd aber für das Wochenende sicherlich ein netter Lesesnack für Zwischendurch. Folgenden – so wirklich geschehener Vorfall – lass ich diese Woche beim Lawblog:

Und das war passiert: Das Landeskriminalamt Brandenburg hat eine zehnzeilige Pressemitteilung über einen Fahndungserfolg gegen mutmaßliche Drogendealer als Word-Datei verschickt. Die Datei hatte einen stolzen Umfang für den schmächtigen Text. Das weckte das Interesse von Journalisten der Lausitzer Rundschau. Die Redakteure warfen einen Blick in die Versionsgeschichte des Dokuments und entdeckten ein wahres Füllhorn an Informationen:

„Deutlich wurden darin nicht nur ausgebesserte Rechtschreibschwächen, Textkosmetik und namentlich der jeweilige Urheber. Word war auch so freundlich, gelöschte Informationen, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten, inhaltlich darzustellen, grafisch hervorzuheben und auch noch Datum, Uhrzeit und Urheber der Löschung preiszugeben.“

Die Zeitung hofft nun, die Qualität der Ermittlungen sei besser als die IT-Kenntnisse der Polizeibeamten.

Beste Grüße aus dem Ruhrgebiet und noch ein angenehmes Wochenende,
Jan-Philip Ziebold

Filed under: Allgemein, OffTopic, Sonstiges , , , ,

Facebook, Datenschutz und Werbung – Geniale Videoinfo

Datenschutz kann so einfach sein.. ;-)

Dieses Video zeigt informativ und sehr ironisch witzig umgesetzt alles zum Thema Facebook&Datenschutz&Werbung… die ca. 2 Minuten Film lohnen und bringen sicher ein Schmunzeln in viele Gesichter  ;-)

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

Filed under: Allgemein, OffTopic, Satire/Spaß, Sonstiges , , , , ,

Die deutsche Datenschutzdebatte

Rechtslage

Rechtslage

Unter dieser Schlagzeile habe ich kürzlich bei netzwertig.com einen spannenden Artikel rund um das Thema gefunden, den ich Ihnen hier gern kurz vorstellen wollte.

Im Artikel heißt es: “Nichts scheint den Deutschen wichtiger zu sein als der Schutz ihrer Daten?! Denken Sie! Mit monetären Vorteilen ändern sich die Vorzeichen aber plötzlich, wie eine aktuelle Studie zeigt.”

Eine spannende Aussage, die netzwertig.com durchaus mit Fakten hinter mauert, weiter heißt es: “Es gibt kaum ein Thema, das im Jahre 2010 (als auch 2009, siehe u.a. auch hier) die digitale Gesellschaft in Deutschland mehr bewegt als der Schutz der persönlichen Daten. Egal ob es um die Macht von Google geht, den zunehmenden Einfluss von Facebook, den Verlust der Anonymität im Internet oder die Konsequenzen ortsbezogener mobiler Netzwerke, etc.”.

Dieser Aussage kann ich natürlich nur zustimmen, das Thema war wirklich mehr als in aller Munde und wurde in meinen Augen auch völlig überzogen bis hin zu einer komplett vermurksten BDSG Novelle.

Hier geht es zum ganzen Artikel bei netzwertig.com.

E-Mail: Anderes Thema aber auch spannend:
Gerade entdeckt: http://zy0.de , ein nettes Tool für einen guten Blacklist- und Reputations-Test Ihrer E-Mail Server IP.

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

Filed under: Allgemein, Rechtslage , , ,

De-Mail unsicher, es bleibt spannend

De-Mail

De-Mail

Vor einigen Jahren angekündigt, seit einiger Zeit im Test (9.10.09 bis 31.3.10 mit 812 Teilnehmern in Friedrichshafen) und in letzter Zeit verstärkt in den Medien, die Rede ist vom geplanten E-Mail Dienst De-Mail, der alles besser machen soll im E-Mail Marketing und vor allem sicherer.

Experten warnen nun aber vor einer Sicherheitslücke bei dieser als besonders sicher angepriesenen elektronischen Post. Die Post soll kurzzeitig auf den Servern der Provider entschlüsselt werden und sei daher nicht sicher vor Hackern, so fr-online.de .

„Ich habe schwere Bedenken und bin gegen das De-Mail-Gesetz. Die Sicherheitslücken sind nicht zu übersehen“, so Thomas Lapp, Anwalt und IT-Experte der Bundesrechtsanwaltskammer der Frankfurter Rundschau.

Gert Metternich, Projektleiter der Telekom, sagte der FR: „Im De-Mail-System werden die Mails für den Bruchteil einer Sekunde auf den Servern der Provider entschlüsselt und sofort wieder verschlüsselt und dann weitergeschickt.“ Dies geschehe auf Servern, die staatlich überprüften Sicherheitsstandards entsprächen und abgeschottet seien. „Insofern haben wir überhaupt keine Bedenken, dass die De-Mails nicht sicher sind.“

Die Aussagen sind also klar nicht gerade einheitlich und die Parteien schenken sich nichts.

E-Mail Spezialist Rene Kulka hat vor einigen Tagen den Dienst De-Mail unter die Lupe genommen und seine Einschätzungen zu diesem Projekt auf seinen Blog gestellt. Sein zusammengefasstes Fazit lautete wie folgt:

“ (…) die Dienste (De-Mail, E-Postbrief und Hybridbrief) räumen der E-Mail endlich die Bedeutung im alltäglichen Schriftverkehr ein, die ihr gebührt. Hier schlummert Kosteneinsparpotenzial en masse – insbesondere für Unternehmen und Verwaltung. (…) Durch De-Mail wird ab 2011 die Wettbewerbsintensität stark steigen, was sich sicher auf den Preis am Markt auswirken wird. O.k. der Erfolg der Services hängt – wie bei allen Netzeffektgütern/-diensten – letztlich auch sehr stark von der Zahl der Teilnehmer ab. Es macht nur dann Spaß, wenn sich der Absender sicher sein kann, einen Großteil ihrer Adressaten auf digitalem Wege zu erreichen. (…) Nicht nur der Wirtschaft, auch mir gefällt die Idee. Es ist durchaus “convenient”, ohne Drucker, Umschlag, Briefmarkenlecken und Gang zum Briefkasten nun auch Offizielles per E-Mail versenden zu können. (…)”

Hier zum ganze Artikel von Rene Kulka: Hier klicken.

In wie fern die Sicherheitsprobleme den Erfolg dieser Idee noch beeinträchtigen ist abzuwarten, es bleibt spannend…  :-)

Viele Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

Filed under: Allgemein, E-Mail Marketing, Studien und Trends , , , , ,

Möglicher Risikofaktor für Bewerber: Social Networks

Politik: mehr Schutz für Arbeitnehmerdaten

Gastbeitrag von Frédéric Pansch

Die Bewerberin sitzt nun in der zweiten Bewerbungsrunde – sozusagen im Recall -  für die Stelle als Junior-Online-Marketing-Managerin. Vor ihr sitzt ein Gremium aus Personaler, Geschäftsführerin und Senior-OMM. Jetzt bloß nichts Falsches sagen. Die Geschäftsführerin scheint überzeugt von den Qualifikationen und dem Auftreten der Bewerberin. Beim Verlassen des Gespräches hat die Bewerberin ein sehr gutes Gefühl. Als eine Woche später eine schriftliche Standardabsage kommt, ist die Bewerberin am Boden zerstört.

Weit mehr als „nur“ Bewerbungsunterlagen

Was diese fiktive Bewerberin nicht wusste: neben ihrem Lebenslauf, ihrem Bewerbungsanschreiben, ihren Referenzen und dem persönlichen Eindruck wurden auch weitere Fakten zu ihr gesammelt und bewertet. Die Bilder des letzten Ibiza-Urlaubs mit ihren Freundinnen und den vielen Urlaubsbekanntschaften bildeten hier eine fundierte Grundlage, um sich ein soziales Profil von ihr zusammen zu reimen und reichte dem Entscheidergremium aus, um einen unsteten Lebenswandel anzunehmen. In Kombination mit anderen Bewerbern mit ähnlichen Qualifikationen aber ohne negative Ansatzpunkte im Internet war die Absage vorprogrammiert.

Arbeitgeberrecherchebasis Social Networks

Schon lange vor einem Bewerbungsgespräch haben Firmen heutzutage die Möglichkeit gezielt Informationen über Bewerber zu sammeln und zusätzlich zu den Bewerbungsunterlagen als Entscheidungsgrundlage heranzuziehen. Allen voran bilden hier soziale Netzwerke eine fundierte Recherchebasis. XING Facebook, meinVZ, WKW & Co. können gezielt genutzt um genaue Informationen über Arbeitnehmer (und solche, die es werden wollen) einzuholen. Gerade nicht so versierte Nutzer dieser sozialen Netzwerke wissen nicht, dass sie jedem X-beliebigen  Zugriff auf private Daten gewähren, wenn sie nicht restriktiv mit ihren Privatsphäreeinstellungen umgehen. Während dies bei XING geradezu gewünscht ist, da es sich um ein Karrierenetzwerk für berufliche Zwecke handelt, sind die anderen Netzwerke meistens eher privater Natur und werden auch überwiegend so genutzt.

Politik diskutiert besseren Datenschutz für Angestellte

Nach einem Bericht der „Berliner Zeitung“ (Montagsausgabe) äußerte sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)  am vergangenen Wochenende auf einer Tagung der evangelischen Akademie in Tutzing dazu, dass der Arbeitnehmer-Datenschutz grundlegend verbessert werden müsse. Neben den Gesundheitstests, die bei einigen Unternehmen zum Standardbewerberverfahren gehören, bei denen bspw. Blutproben der Bewerberinnen und Bewerber verlangt werden, war der kritische Fokus auf das Thema Recherche in sozialen Netzwerken gerichtet. Hier sieht die Ministerin Handlungsbedarf. Internetrecherchen mit frei zugänglichen Informationen seien legitim; solche Recherchen jedoch, bei denen sich der zukünftige Arbeitgeber in ein Netzwerk einschleiche, um Bewerberinnen und Bewerber auszuforschen, möchte die Ministerin zukünftig unterbinden.

Social Networks als Bewerber nutzen

Was nun die Politik im Bereich der Arbeitgeberonlinerecherche auf den Plan ruft, ließe sich seitens der Bewerberinnen und Bewerber eigentlich relativ einfach unterbinden, beziehungsweise für die eigenen Zwecke nutzen. Stellen wir uns vor, unsere fiktive Bewerberin aus der Einleitung, hätte sich vorher Gedanken über eine mögliche Recherche des potentiellen zukünftigen Arbeitgebers gemacht. Sie hätte beispielsweise den Schutz ihrer Privatsphäre in den sozialen Netzwerken so einstellen können, dass man von außen nichts von ihr gefunden hätte und auch innerhalb des Netzwerkes nur persönliche Freunde Einsicht in ihre Daten gehabt hätten. Der Königsweg wäre natürlich gewesen, wenn die Bewerberin statt Minuspunkten, Pluspunkte durch ihre digitale Selbstdarstellung hätte sammeln können. Hätte sie bei einer „offenherzigen“ Privatsphäre-Einstellung beispielsweise ihre gemeinnützigen Tätigkeiten kombiniert mit Bildern von offiziellen Anlässen wie der Diplomabschlussfeier gezielt in soziale Netzwerke einfließen lassen, wäre das Fremdbild, das sich für die Personaler ergab, natürlich ein ganz anderes gewesen. Dies hätte dann in umgekehrter Weise wirken können und sie hätte wegen der guten Qualifikation und dem seriösen Fremdbild die Stelle bekommen.

Tipps für die Privatsphäreeinstellungen in Social Networks

Eine Studie des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT Privatsphärenschutz in Soziale-Netzwerke-Plattformen von 2008 beschreibt im Kapitel 8, wie sich Nutzerinnen und Nutzer von Social Networks vor einer ungewollten Transparenz schützen können.

Der Stern hat im Rahmen des Onlineratgebers „Zehn Tipps zum Selbstdatenschutz“ eine fundierte Übersicht zum Thema veröffentlicht.

Filed under: Gastbeiträge, OffTopic, Rechtslage, Sonstiges, Studien und Trends

Kundenbindung mit Facebook von der PR zum Direktmarketing – am Beispiel Victoria´s Secret

Gastbeitrag von Frédéric Pansch

Facebook hat mittlerweile einen enormen Stellenwert, wenn es um das Erreichen der eigenen Zielgruppe geht.

Wen wundert es? Denn bei weltweit circa einer halben Milliarde Mitgliedern und 10 Millionen Mitgliedern alleine in Deutschland* bietet Facebook eine ideale Basis, um auch Schnittmengen der eigenen Zielgruppe vor Ort zu finden. Facebook bietet für Unternehmen somit eine gute Grundlage, um in einem sozialen Netzwerk in die direkte Kommunikation mit den eigenen Kunden oder potentiellen Kunden einzutreten.

Fanseiten: Die Visitenkarten der eigenen Marke (und mehr)

In den Kontakt zu den Mitgliedern des sozialen Netzwerkes kann mittels sogenannter Fanseiten, bei denen sich die Benutzer des Netzwerkes als Fans eines Unternehmens, einer Aktion, eines Vereins oder auch schlicht eines Statements bekennen können, getreten werden. Diese Möglichkeit nutzen bereits viele Unternehmen weltweit.

Partizipation par Naturalis

Bei den einzelnen Fanseiten ist eine enorme Diskrepanz sowohl zwischen den Fanzahlen als auch der Benutzeraktivität bei einzelnen Unternehmen, Marken, Vereinen et cetera zu sehen. Dies liegt auf den ersten Blick unter anderem  daran, dass es Unternehmen gibt, die dafür prädestiniert zu sein scheinen, um eine große Anzahl an Fans anzuziehen. Dies hat mit Markenreputation aber natürlich auch mit den eigenen Produkten und dem Kommunikationsrahmen zu tun, der genutzt werden kann.  Als Beispiel hierfür lässt sich die Fanseite von Victoria´s Secret anführen, die mittlerweile weltweit fast 4,5 Millionen Fans hat.

Von nichts kommt nichts

Das Victoria´s Secret-Beispiel verdeutlicht aber, dass es eben nicht ausreicht einfach nur einen bekannten Markennamen mit den passenden Botschafterinnen zu haben. Denn das haben viele andere Firmen auch – aber dennoch keinen beachtlichen Stamm an Fans bei Facebook. Was auffällig bei erfolgreichen Facebook-Fanseiten ist, ist die kontinuierliche und konsistente Kommunikation mit den eigenen Fans. Hierbei ist von entscheidender Bedeutung, dass die Leserinnen und Leser stets zur Beteiligung aufgefordert werden. Die Kommunikation ist als stetiger Dialog geplant. Der Empfänger der Botschaften kann, wenn er dies wünscht, jederzeit auch zum Sender werden.

Von der PR zum Direktmarketing

Wenn man nun in einer funktionierenden Fangruppe beispielsweise eine schöne Gutscheinaktion laufen lässt, folgt auf dem Facebook-Fangruppen-Besuch vielleicht auch bald der Schritt in den Laden, den Onlineshop, den Kiosk oder wo auch immer die jeweiligen Produkte der eigenen Marke vertrieben werden. Und hier liegt dann auch der Schulterschluss zwischen der eigentlich als dialogische Public Relations angelegten Kommunikation mit den Kunden und dem Direktmarketing zur Förderung des Abverkaufs.

Um bei dem Beispiel mit den schönen Frauen in knappen Dessous zu bleiben: Im März 2010 forderte die amerikanische Wäschemarke ihre Fans auf, sich an einer Umfrage zu beteiligen, welches „iLike-Panty“ ihnen am besten gefalle (zur Erklärung die iLike-Funktion heißt beim Deutschen Facebook „Gefällt mir!“). Nachdem die Fans der Gruppe einen Favoriten gekürt hatte, wurde der Link zu einem Coupon veröffentlicht, den die Nutzer ausdrucken und schnellstmöglich in den nächsten Victoria´s Secret-Laden bringen sollten. Das limitierte Höschen konnte mit dem Coupon umsonst in den Filialen abgeholt werden. Es war sehr bald vergriffen, da die Kundinnen in die Läden strömten, um sich das demokratisch gewählte Höschen einzustecken.

Der Clou für die Victoria´s Secret-Läden  ist im Cross-Selling zu suchen. Denn eine Kundin, die erst einmal in den Laden gegangen war und die diversen POS- (Point of Sale -  also der Ort des Verkaufs) Maßnahmen und Eindrücke aufgenommen hatte, konnte den Laden natürlich nicht verlassen ohne sich eine Kleinigkeit zu gönnen ;).

Nutzen für die eigene Fanpage

Natürlich sollte die Facebook-Fanpage des eigenen Unternehmens oder der eigenen Marken immer in die bestehende Kommunikation (Corporate Communication) integriert sein. Nichtsdestotrotz zeigt das Victoria´s Secret Beispiel, dass man hier ruhig etwas verspielter herangehen kann. Quintessenz muss der Wohlfühlfaktor für die Fans sein. Sie müssen gerne mitlesen und animiert werden, um sich an Aktionen zu beteiligen. Wenn ein gewisser Stamm an Fans da ist, können mittels geschickter Ansprache auch Aktionen beworben werden, die in zweiter Instanz beispielsweise dem Abverkauf dienen. Auch die gezielt initiierte virale Kommunikation (SWYN) bei Aktionen sollte genutzt werden.

Die Überlegung einen professionellen Dienstleister mit der Erstellung der Fanpage und der redaktionellen Inhalte sowie Direktmarketingaktionen zu betrauen sollte angestellt werden. Nichts ist abschreckender für potentielle Fans als eine verwaiste Pinnwand und niedrige Fanzahlen :).

*(Quelle: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/39688/0/Facebook-10-Millionen-deutsche-Mitglieder)

Webtipps bezüglich Fanpages bei Facebook:

Die fünf Säulen für eine erfolgreiche Facebook Fanpage

Zehn Bausteine für eine erfolgreiche Facebook-Fanpage

Filed under: Allgemein, Branchen-News, Gastbeiträge, OffTopic, Sonstiges, Studien und Trends

Urlaubsvertretung Direktmarketing Blog

Frédéric Pansch

Frédéric Pansch

In meiner Abwesenheit bzw. Sommerpause vom 01.07. bis 18.07. wird der Direktmarketing Blog natürlich nicht geschlossen, sondern in Vertretung von meinem Kollegen Frédéric Pansch geführt.

Herr Pansch hat mit seinem Bildhintergrund (B.A. in Journalismus & Public Relations) natürlich einen anderen Schreibstil und Blick auf den Markt, aber genau das wird in meiner Abwesenheit sicherlich spannenden und frischen Wind auf den Blog bringen. Ich übergebe daher hiermit an Herrn Pansch!  :-)

In diesem Sinne, bis bald und geniessen Sie die warmen Tage,
Jan-Philip Ziebold

P.s. Kontakt zu Frédéric Pansch: Jan-Philip Ziebold bei   Xing Jan-Philip Ziebold bei   Facebook

Filed under: Allgemein, OffTopic, Sonstiges ,

Das @-Zeichen, eigentlich museumsreif

museumsreif

museumsreif

Die meisten Menschen benutzen es, fast jeder kennt es, jeden Tag wird es billionenfach in E-Mails getippt, das kleine A im Kringel… Viele sehen als Schöpfer den amerikanischen Elektroingenieur Ray Tomlinson, der Ende der sechziger Jahre das erste E-Mail-System der Welt von Nutzer zu Nutzer kreierte und dafür das At-Zeichen einsetzte (Es sollte helfen, Adressat und Computer zu unterscheiden). Aber das @ ist noch viel, viel älter und daher eigentlich schon echt “museumsreif”…

So ist das schwungvolle Zeichen schon im sechsten oder siebten Jahrhundert als Abkürzung für die lateinische Präposition “ad” genutzt wurden. Im 16. Jahrhundert wurde es in Italien beim Handel als Masseinheit benutzt. 1885 dann tauchte es als das „kommerzielle a“ auf der Schreibmaschinentastatur auf und auf der amerikanischen Standardtastatur war es Anfang der Sechziger Jahre noch im selben Sinne gebräuchlich wie das französische “à”, also etwa so:  Zwei Äpfel à (@) 1,49 Euro.

Eingangs sprach ich daher von “museumsreif”, und tatsächlich hat es “Das @-Zeichen” jetzt sogar ins echte Museum geschafft, und zwar ins New Yorker Museum of Modern Art (MoMA). Es hängt dort seit Anfang 2010 neben Werken von Picasso und van Gogh New.

P.S.: Das @ hat übrigens überall auf der Welt sehr eigene Spitznamen. So wird es etwa in China als „kleine Maus“ bezeichnet, in Polen und Südafrika als „Affenschwanz“, Italiener und Franzosen nennen es lieb die „Schnecke“ und die Finnen sehen im At eine schlafende Katze, die sich gemütlich eingerollt hat…  :-)

Ich hoffe dieser kleine geschichtliche Ausflug war spannend für Sie, ich verabschiede mich für heute wieder und verbleibe mit besten Grüßen aus dem Ruhrgebiet,
Ihr Jan-Philip Ziebold

P.S.: Zum Thema @ bzw. E-Mail, ist eventuell folgender Artikel auch für Sie interessant: “eMail, E-Mail, EMail, e-Mail, Email, E-mail ?! Wie schreibt man es eigentlich richtig?!

Filed under: Allgemein, E-Mail Marketing, OffTopic, Sonstiges , , , , ,

Über den Autor

Jan-Philip ZieboldJan-Philip Ziebold ist Geschäftsführer bei der "DZ-Media Verlag GmbH - Werbe- & Mediaagentur für Direktmarketing" in Essen und schreibt in diesem Blog über Trends, Tipps sowie News rund um das Thema Direktmarketing. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Twitter Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite

Meine Twitter Nachrichten

Followme on Twitter

Veranstaltungstipps

Dmexco Köln Termin: 15. & 16.09.2010, Köln

Auf allen genannten Events, bin ich vor Ort.Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook

SPONSOREN

RSS Verzeichnis
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Bloggeramt.de
Blog Top Liste - by TopBlogs.de
wordpress com statsMarketing Blogs - BlogCatalog Blog Directory

Artikelarchiv

Kontakt

Dieser Blog wird betrieben von Jan-Philip Ziebold, DZ-Media Verlag GmbH aus Essen. Zum Impressum. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Twitter Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite