Direktmarketing Blog

Trends, Tipps, Studien und mehr rund um das Thema Direktmarketing – Ein privater Blog von Jan-Philip Ziebold

E-Mail bleibt Onlinemarketing Umsatz-Booster Nr.1 – Eine Schnellzusammenfassung

Damit Unternehmen selbst, oder gemeinsam mit Ihrer Agentur, auch stets die richtigen Entscheidungen bei der Budget-Verteilung im Online-Mix treffen – und im speziellen bei der Mediaplanung des Kanals EMM (=E-Mail-Marketing) – ist es immer gut zu wissen, wo Trends hingehen (beispielsweise hinsichtlich Betreffzeilen, Landingpages, EMM-Technologien, etc.). Daher haben wir für Euch ein paar aktuelle EMM Infohappen als Schnellzusammenfassung zusammengetragen:

Generell kann man sagen: Trendkanäle wie Social Media und Mobile Marketing hin oder her, der effizienteste Kommunikationskanal ist immer noch das klassische E-Mailling :-) Okay, was soll ich nach dieser Überschrift hier auch auch anderes schreiben? ;-) Aber neben dem Fakt, dass es gut klingt, zeigen viele unterschiedliche Studien, Sachfakten und eigene Erfahrungswerte mit vielen Kundenkampangen ein klares Bild: E-Mail ist im Onlinemarketing Umsatz-Booster Nr.1.

Einer frische Studie von McKinsey zufolge ist EMM der „KundenanspracheUmsatz-Booster Nummer 1″. Denn über das klassische Instrument generieren Unternehmen vierzigmal so viele Kunden, wie beispielsweise über Facebook und Twitter zusammen. Kein Wunder also, dass der durchschnittliche Einkaufswert deshalb laut der Studie hier um 17% höher liegt, wenn er via EMM avisiert wurde.

Studie

Studie

Der aktuelle Report „2014 CMO Insights Survey“ (Quelle: Accenture Interactive) über zukünftige Herausforderungen und Effektivität aktueller Werbemedien, der sich aus einer Umfrage unter 600 Marketing-Führungskräften aus elf Ländern speist, stützt aktiv die Argumentation der Periodisierung des Kanals EMM. Im Rahmen dieser Umfrage bestätigten über die Hälfte (58%) der CMOs, dass E-Mail-Marketing für ihr Unternehmen nachhaltig wirkt. Man beachte, dass dem vor zwei Jahren noch lange nicht so war (damals 44%). Kein anderer Kanal punktete zuletzt so stark in so kurzer Zeit (+14 Prozentpunkte!). Nur den persönlichen Kontakt am Point-of-Sale, Branded Content und Print-Werbung schätzen Experten derzeit noch als effektiver ein.

Viele weitere Studien aus 2014, wie der „HubSpot Report – Science of Email 2014“ , „EMail Marketing Vendors Q3/2014„, etc. oder der Fachbeitrag von Techcruch mit dem Titel „Why Everyone Is Obsessed With E-Mail Newsletters Right Now“ sowie auch viele Fachartikel Dritter unter Absolit, stützen diese Ansicht nachhaltig und beleuchten den Kanal aus unterschiedlichsten Blickwinkeln (Ps.: Spannender, aber zugegebenermaßen etwas reißerischerer Lesetipp: „Wie aus einem Newsletter ein Unternehmen mit 14 Millionen Euro Umsatz wurde„.).

Neben diesen Perspektiven aus Marketingsicht erfreut sich E-Mail-Marketing aber nach wie vor auch größter Beliebtheit bei den Endkunden. Die Ergebnisse der 18. ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 zeigen, dass das Medium E-Mail weiterhin die Liste der täglich am meisten genutzten Internetanwendungen anführt.

E-Mail bleibt also der Onlinemarketing-Umsatz-Booster Nummer 1 :-) Doch damit dieser Weg erfolgreich ist und bleibt, sind viele Aspekte zu berücksichtigen. Beispielsweise rechtliche Bestimmungen, die Gestaltung der Betreffzeile und des Mailings, der Zeitpunkt des Versands, etc.:

Rechtlich ist aktuell nur eine Endscheidung zu nennen, die auf das EMM Einfluss nimmt: das BGH Urteil vom 17.10.2014, das die “Tell-a-Friend”-Empfehlungsemails als SPAM angreift und daher das Abmahnrisiko hierfür erhöht. Ein Ende der Debatte ist mit dem BGH-Urteil aber nicht in Sicht, da die meisten Juristen die Auffassung vertreten, dass es durchaus erlaubt/gängig ist solch eine Funktion zu nutzen. Dennoch werden scheinbar vermehrt Onlinehändler u.a. auf Amazon abgemahnt (Ps.: Auch Werbung in Autoreply-Mails kann als unzulässiger Spam gelten! Siehe auch: AG Stuttgart, Urteil vom 25.04.2014, Aktenzeichen 10 C 225/14).

Hinsichtlich Handlungsempfehlungen für Marketer sind aktuell folgende Fakten spannender:  Im oben erwähnten aktuellen EMM Report „Science of Email 2014“ von Hubspot, der mehrere hundert Millionen E-Mails von Kunden ausgewertet hat, ist eins der wichtigsten Fazite in meinen Augen, dass im Schnitt über alle Altersgruppen rund 50% der Endkunden ihre E-Mails am Handy lesen. Es sind sogar über 70% bei einer Einschränkung der Zielgruppe auf die 18-44 jährigen. Die Tablet-Nutzung ist dagegen bei den 18-29 jährigen am geringsten (offensichtlich ziehen somit ältere Semester deren größeres Display den kleineren Smartphone-Screens vor).

Randnotiz: In den letzte 46 Wochen hat sich der der Anteil Mobile-optimierter Newsletter nahezu verdreifacht. Vor allem englischsprachige Werbemails haben kräftig beim Responsive Design nachgerüstet.

Klicktrends

Klicktrends

Smartphone-Nutzer klicken weniger auf Links! Doch was bedeutet das nun für Euch?: Das Ganze hat erhebliche Konsequenzen. Wir haben festgestellt, dass teilweise etwa 60% weniger auf die Links geklickt wird, wenn ein Newsletter mit dem Smartphone statt mit dem stationären Computer gelesen wird. Um die OR und CR der einzelnen Mailings weiter zu erhöhen, sollte man also die Adressaten besser am Computer erreichen. Doch WANN ist das genau?
Viele Tests haben ergeben, das zwischen neun und zwölf Uhr die Wahrscheinlichkeit, die Leser am Computer anzutreffen, am höchsten ist. Gegen Nachmittag nehmen die Klicks über mobile Endgeräte wieder zu.

Eigene Analysen sowie Studienvergleiche entzaubern aber auch regelmäßig manche Mythen: So werden bestimmte Begriffe oder Sonderzeichen, wie das Währungssymbol, aufgrund gängiger Spam-Filter zwar nicht automatisch von den Nutzern ferngehalten, aber weder die Signale free / kostenlos, noch „!“ oder „$“ in der Betreffzeile haben einen nennenswerten Effekt auf die Öffnungsrate. Hingehen verringert sich beispielsweise die Klickrate um sogar etwa 30%, wenn der Begriff „Newsletter“ in der Betreffzeile auftaucht. Die Empfänger – so einige Meinungen – argwöhnen dann nämlich, dass gar nichts Interessantes in der Mail steht. Sondern, dass sie nur deswegen verschickt wurde, weil es wieder mal Zeit für den Newsletter war….  ;-)

Abschließend noch ein Satz zur Benchmark-Studie des Dialogmarketing-Dienstleisters Epsilon, der die Zustell- und Öffnungsraten von Marketing-E-Mails in der gesamten EMEA-Region analysiert hat. Epsilon stellt hier fest, dass zwar alles durchaus stabil geblieben ist, doch die Klickraten zum Teil erheblich gesunken sind. Dies passt in das von mir eingangs skizzierte Bild der stetig steigenden Nutzung von mobilen Endgeräten. Der Abschwung gilt vor allem für Deutschland, wo die Raten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 43,9% niedriger ausfallen und nun einen Wert von nur noch 5,3% erreichen. In der gesamten untersuchten Region liegt die Klickrate heute bei 7,1% und ist damit im gleichen Zeitraum mit 20,4% deutlich weniger abgefallen. Es ist also klar an der Zeit, aktiv und immer mehr den Kunden passend zum mobilen Endgerät aufzufangen! Ich empfehle diesbezüglich meinen gesonderten Artikel „E-Mailings, so geht’s richtig: Bestehende Reichweiten besser Ausschöpfen und ihre Kampagnen-Sichtbarkeit erhöhen“ zu lesen! :-)

Ps.: Ich möchte der Form halber doch noch auf eine bereits ältere Studie aus der GSI Commerce „The Purchase Path Of Online Buyers“ verweisen, die anhand einer „Customer Journey“-Analyse ausgewertet hatte, welchen Beitrag die einzelnen Werbekanäle zur Generierung der Abverkäufe beitrugen. EMM war hier der häufigste Initiator bei Verbrauchsgütern, und das bereits 2012! Diese Erkenntnisse sind natürlich wichtig, hinsichtlich einer effektiven Budget-Verteilung im Online-Mix. Auch zeigt die Studie noch eine weitere klare Tendenz: Weder Suchmaschinen- noch Affiliate- noch Display-Marketing tragen in vergleichbarem Umfang bei einer Customer Journey Betrachtung zur Stimulierung der Abverkäufe bei, wie das EMM.

Ich hoffe Euch mit diesen kleinen Infohappen spannenden Imput geliefert zu haben, der Euch in der Praxis aktiv weiter bringt :-)

Mit den besten Grüßen aus der Ruhr Stadt Essen,
Jan-Philip Ziebold

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E-Mailings, so geht’s richtig: Bestehende Reichweiten besser Ausschöpfen und ihre Kampagnen-Sichtbarkeit erhöhen

E-Mail Marketing

E-Mail Marketing

Mittels Responsive Design und weiteren Template-Optimierungsmaßnahmen bestehende Potenziale deutlich besser nutzen

Erfolgreiche E-Mail-Kampagnen beruhen auf diversen Dingen, die man als Werbetreibender beachten muss. Da man nicht als einziger um die Gunst der Leser buhlt, sondern stets gegen Konkurrenz im Posteingang zu kämpfen hat, ist es besonders wichtig einige technische Aspekte nicht zu unterschätzen und ordentlich umzusetzen. Doch allzu oft kommt es vor, dass wesentliche Komponenten für den Erfolg der eigenen Werbekampagne nicht berücksichtigt werden. Und dies bedeutet schlicht einen Wettbewerbsnachteil für alle, die hier noch im Dornröschenschlaf oder eben im Tal der Ahnungslosen verweilen.

In den letzten Jahren habe ich immer wieder festgestellt, dass Werbetreibende bei ihren Mail-Kampagnen quasi stets dieselben Fehler immer und immer wieder machen und am Ende den Werbekanal als „schlecht“, „bringt nichts“ abstempeln. Keinem Kanal passiert dies so oft wie dem E-Mail-Marketing und in keinem wird noch so oft nach dem Gießkannenprinzip gehandelt wie hier. Statt dem Fehler/Problem aber auf den Grund zu gehen, wird meist einfach noch mehr verschickt (um doch noch irgendwie „Response“ zu bekommen) und/oder immer günstigere Reichweiten gebucht. Ein Teufelskreis, da am Ende das Ergebnis meist stetig schlechter wird.

Statt jedoch einfach immer mehr oben drauf zu schütten, sollte man das bestehende Potenzial erst mal vollends ausschöpfen! Dies jedoch tun die wenigsten, teils mangels Wissens, teils mangels Überzeugung oder aufgrund von Angst. Aber das muss so nicht sein!

Folgender Erfahrungsbericht soll Ihnen helfen, die richtigen Entscheidungen bei Ihrer Kampagnenplanung zu treffen:
Die meisten E-Mailings haben keinerlei technische Optimierung, teilweise bestehen diese nur aus Grafiken oder simpelsten Grafik- & Textkombinationen. Die Auswirkung könnte fataler nicht sein, denn locker 50%+ der Empfänger sieht diese E-Mailings erst gar nicht (schlechte Templatetechnik = erhöhte SPAM-Box- oder gar Full-Block-Wahrscheinlichkeit) oder nur fehlerhaft/ohne Bilder und damit ohne für ihn sichtbare Inhalte. Ihre Botschaft verpufft! Die anderen 50% sehen das Mailing, aber je nach Nutzer verpufft auch hier die Kampagnenaussage mangels Designanpassung an das Endgerät des Lesers (die Anzahl verschiedener Devices und deren möglicher Screenauflösungen ist quasi nahezu unüberschaubar geworden. Zudem stellt Touchsteuerung mittlerweile völlig andere Anforderungen an ein Mailing).

Das Fazit dieser groben Schnellbetrachtung ist denke ich allen klar: Werbetreibende lassen enorme Mengen an Potential einfach liegen.
Es werden im E-Mail-Marketing stetig Millionen Menschen angeschrieben, von denen nur ein Bruchteil die Werbemail überhaupt wahrnimmt/beachtet oder beachten kann. 2014 wird die gezielte und nachhaltige Mailing-Optimierung – für eine universelle Lesbarkeit Ihrer Werbebotschaft – endgültig von der Kür zur Pflicht!

Exkurs: Ein weiterer und sehr schwerwiegender Fehler, den meist Unternehmen begehen, die schon etwas weiter mit Ihren Kenntnisse im E-Mail-Marketing sind – und durchaus E-Mails optimieren/technisch „bauen“ – ist, dass sie diese Mailings von normalen Web-Programmierern umsetzen lassen. Nach dem Motto: „Du hast unsere Webseite gebaut, dann kannst Du doch auch sicher ein Mail-Template bauen“. Ansatz grundsätzlich logisch, Ergebnis aber leider oft grausam.

Ein guter Template-Ersteller ist soweit weg von einem Standardprogrammierer wie ein Steinhauer von einem Maler – beides Künstler, aber dennoch stark verschieden aufgestellt in ihren jeweiligen Kernkompetenzen.

Ein Template-Ersteller muss umfassende Aspekte berücksichtigen und neben allgemeiner HTML & Co. Kenntnis, viel Kenntnis über E-Mail-Clients, ISP/ESP Provider-Richtlinien und andere Mail-spezifische Elemente besitzen. Dies muss zudem auch Hand in Hand mit dem Designer eines Mailings geschehen, da auch hier viele Fallstricke vorhanden sind und somit relevant für den Kampagnenerfolg sind. Beachtet man diese Aspekte nicht, landet solch ein Template wegen grundlegender technischer Fehler schnell als Spam im Junk-Ordner der Empfänger (und im Durchschnitt sind es von 1.000 E-Mails, die im Spamordner landen, weniger als zwei E-Mails, also 0,17%, die von den Empfängen aktiv zurückgeholt werden). Laut einer Untersuchung von Return Path liegt es in gut 17% der Fälle, in denen E-Mails nicht in den Posteingang gingen, rein an den Inhalten, die zur Filterung führen.

Kernaussage

Kernaussage

Kommen wir Kernaussage dieses Beitrags:
Man könnte jetzt über dutzende technische Raffinessen, Probleme und Herausforderungen schreiben, aber dies würde den Rahmen eines Artikels sprengen und gehört eher in ein eigenes Buch zum Thema und somit nicht hier her. Daher möchte ich mich in diesem Beitrag auf zwei Themen kurz und prägnant konzentrieren, die sehr wesentlich den Kampagnenerfolg eines jeden Mailings beeinflussen: Mail-Grafiken und Responsive Design.
Wenn Sie allein diese zwei Aspekte zukünftig in Ihrer Planung berücksichtigen, haben Sie eine starke Hebelwirkung zur Hand, um aus Ihren bestehenden Reichweiten deutlich mehr rauszuholen. Und wir reden hier nicht über zwei, drei Prozentpunkte im Endergebnis, sondern eher über 50% und mehr Sichtbarkeit für Ihr Mailing!

Mail-Grafiken: Moderne E-Mail-Clients blenden Grafiken in E-Mails automatisch aus, was darin resultiert, dass das akribisch erstellte und gut durchdachte Layout der Kampagne schlichtweg völlig untergeht. Demnach sehen laut einer zurückliegenden Studie der US-amerikanischen CRM-Agentur Merkle Inc. nur etwa 48% der Empfänger automatisch die Bilder in der E-Mail (und dieser Prozentsatz geht derzeit eher nach unten als nach oben). Trifft man nun also keine Vorkehrungen, riskiert man, dass rund die Hälfte der Rezipienten eine schlimmstenfalls leere bzw. weiße E-Mail erhält und diese dadurch völlig ignoriert (oder noch viel schlimmer, diese als SPAM markiert und Sie zukünftig keine Inbox-Zustellung bei diesem Leser haben). E-Mail-Empfänger entscheiden (nachdem im ersten Schritt Absendername und Betreff als interessant empfunden wurden) binnen weniger Sekunden, ob sie sich mit der Mail weiter befassen oder nicht. In einer überwiegenden Anzahl der Fälle, führt ergo das auf den ersten Blick „inhaltslose“ Template zum unweigerlichen Löschen der E-Mail.

Dazu kommt dann noch der Fakt bezüglich der deviceseitigen Darstellungsschwierigkeiten: Wie beispielsweise die aktuelle Studie des Lab E-Mail 360° des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) besagt, laut der rund 32% der mobilen Nutzer sowohl die unbefriedigende Darstellung, als auch schlechte Lesbarkeit von E-Mails auf dem Mobiltelefon bemängeln, kommen hier dann quasi im Schluss zwei Fehlerfaktoren zusammen: Ein generell technisch nicht gut aufbereitetes Template (kein Fallback etc.) & kein Responsive Design.

Bereits kleine Fehler können große und nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf den Erfolg oder auch Misserfolg einer E-Mail-Kampagne und den langfristigen Kundendialog haben.

Nun gibt es für dieses Problem mehrere Lösungsansätze:
Entweder man verzichtet weitestgehend auf Bilder und setzt sie nur an den Stellen ein, an denen deren Wegfall durch Ausblenden keinen gravierenden Einfluss auf die Wirkung der Kampagne hat oder – was die elegantere Lösung darstellt – man richtet die E-Mail technisch so aus, dass sie trotz ausgeschalteter Bilder das Layout beibehält und alle nötigen Informationen beinhaltet. Um das zu erreichen, gilt es ausgiebig von Alternativtexten und Hintergrundfarben Gebrauch zu machen.

Je nach Zeit und Arbeit, die man bereit ist in die Erstellung zu investieren, kann man – vorausgesetzt die einzelnen Bilder sind entsprechend zugeschnitten – das gesamte Layout grob nachzeichnen, so dass zwischen der bilderlosen Version und der Version mit geladenen Bildern kaum ein Unterschied besteht. Man könnte es sogar auf die Spitze treiben und vollständig auf Bilder verzichten, indem man alle Design-Elemente mithilfe von Stylesheets realisiert.
Der Vorteil einer technisch optimal umgesetzten E-Mail liegt klar auf der Hand – in den ersten vier bis fünf Sekunden, die ein Empfänger durchschnittlich mit dem „Scannen“ einer E-Mail im Postfach verbringt, kann man gezielt auf seine Kampagne aufmerksam machen und das Interesse wecken, während die möglicherweise nicht so gut umgesetzten Konkurrenz-E-Mails verblassen.

Ebenfalls nicht unwichtig am technischen Aspekt ist der Wandel innerhalb des Leseverhaltens der Empfänger. Mit dem Aufkommen von Smartphones und Tablets steigt die Zahl der Empfänger, die E-Mails überwiegend auf mobilen Endgeräten öffnen. Laut einer aktuellen Studie des führenden Unternehmens im Bereich E-Mail-Intelligence – Return Path – werden E-Mails inzwischen von rund 40% der Empfänger auf Smartphone oder Tablet geöffnet – Tendenz stark steigend (in Einzelfällen haben wir bei Kundenkampagnen bereits schon bis zu 80% gemessen). Nun ist es natürlich auch von der Zusammenstellung der Empfängerliste abhängig, inwiefern mobile Endgeräte berücksichtigt werden sollten. Bei einer älteren Zielgruppe dürfte der Prozentsatz geringer liegen als bei einer jüngeren Zielgruppe – der Werbetreibende muss also auf Basis von Analysen der Verteilerlisten entscheiden, ob sich die Investition in mobil-optimierte Kampagnen für ihn rechnet oder nicht. Generell ist es aber ratsam zusätzliche Ressourcen bereit zu halten. Auch hier können Sie sich relativ einfach weitere Reichweitenpotenziale erschließen.

Mobil-optimierte Kampagnen verbessern nicht nur Öffnungs- und Klickraten, sondern auch die Conversion – vorausgesetzt, die Landingpage ist ebenfalls für mobile Endgeräte optimiert, respektive lädt direkt zum Download der (dem Smartphone des Nutzers entsprechenden) App ein. Die technische Umsetzung erweist sich adhoc jedoch meist als aufwändig, da neben dem klassischen Klienten PC mit bekannter Auflösung weitere Geräte mit teilweise unbekannter Auflösung berücksichtigt werden müssen. Eine gängige Umsetzung ist das Responsive Design. Responsive E-Mails passen sich automatisch an die gegebene Auflösung des Endgerätes an und bieten dem Werbetreibenden die Möglichkeit seinem Leser die E-Mail lesefreundlich zu servieren.
Geht man noch einen Schritt weiter, kann man dank Responsive Design sogar den Inhalt der Kampagne bis zu einem gewissen Grad beeinflussen. Ein Fallbeispiel bietet eine Kampagne, bei der der Werbetreibende bspw. Smartphones an die Empfänger(innen) bringen möchte. Hier sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, dass ein Empfänger, der die E-Mail auf einem Smartphone öffnet, mit höherer Wahrscheinlich nicht zwingend ein Smartphone benötigt. Verschenktes Potenzial, würden die einen jetzt sagen. Doch mit einem responsiven Design, das je nach Auflösung Inhaltsblöcke ein- oder ausblenden kann, lässt sich auch aus einem Smartphone-Besitzer noch Potenzial schöpfen – denn statt des Smartphone-Deals könnte man als Alternative ein Tablet-Angebot einblenden, als auch auf das individuelle Endgerät eingehen und beispielswiese eine neuere Version von diesem anbieten. Dynamische HTML Inhalte (oder die Köningsklasse Realtime-Mail-Marketing) ist hier das Zauberwort und sicher einer der Trends in 2014.

„Die meisten Menschen nutzen Online-Medien heute, indem sie blitzschnell Inhalte scannen. Je besser es Ihnen gelingt, spontan Interesse zu wecken, desto erfolgreicher sind Ihre Kampagnen.“, so schrieb auch Dr. Torsten Schwarz erst Anfang dieses Jahres in einem Artikel. Und besser könnte ich es an dieser Stelle auch nicht zusammenfassen. Letzten Endes irgendwo auch immer auf den uralten (#funny ;)) Spruch und nebenbei natürlich Titel einer „Onliner-Bibel“, „Don´t make me think!“ zurückzuführen.

Fazit

Fazit

Fazit: Man kann im technischen Bereich einer E-Mail einige Probleme lösen, die andernfalls katastrophalen Einfluss auf den Erfolg der Kampagne nehmen können. Fallback-Designs und responsive E-Mails sind gute Maßnahmen, um Klickraten zu erhöhen – doch gleichzeitig sollte man sich darüber im Klaren sein, dass jede Maßnahme eines voraussetzt: technisch einwandfrei umgesetzte Programmierung. Browser wie Chrome, Firefox und Opera mögen kleinere Programmierfehler auf Webseiten verzeihen – E-Mail Clients sind jedoch erbarmungslos und jeder kleine Fehler im Quellcode kann zu ungeahnten Problemen führen. Daher gilt – auch bei aller technischen Finesse – eines bei der Erstellung einer Kampagne: Testen, testen und noch mal testen – nicht nur in Bezug auf optimale Zustellung und Wirkung, sondern auch in Bezug auf die vor allem fehlerfreie Darstellung.

Das Potenzial das Sie sich hierdurch für Ihre Mailings in den bestehenden Reichweiten erschließen können ist enorm! 2014 wird ein spannendes und umsatzstarkes Jahr für alle, die sich diesen Themen annehmen. 

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Twitter als Marketinginstrument für mehr Käufer?!

Das Ergebnisse einer Studie „The Relationship between Tweet exposure and Site Visitation and Purchasing“ des US-Forschungsunternehmen „Compete“, welche von Mitte bis Ende 2012 lief, hat spannende und sicherlich auch eher unerwartete Perspektiven eröffnet. Den laut dieser Studie sind Twitter-Nutzer häufiger auf Websites von Onlinehändlern unterwegs als andere Internetuser… UND kaufen zudem dort auch häufiger als andere.

Sprich, wer Twitter nutzt und dort auf Tweets von Onlinehändlern trifft, hat eine noch größere Bereitschaft diese Onlineshops zu besuchen. Twitter animiert!(?)
Zumindest ist es ein Indiz dafür, dass Twitter – richtig eingesetzt – ein erfolgreiches Marketinginstrument sein kann… unterschätzt ist es allemal von vielen.

Wer alle Details & Ergebnisse genauer unter die Lupe nehmen möchte, kann sich die gesamte Studie hier ansehen.

Visited website in each retail sub-vertical

Visited website in each retail sub-vertical

Fazit: Trotz einer gewisse Skepsis, weil Twitter die Studie selbst initiiert hat und die Ergebnisse durchaus positiv für Twitter sind, ist mein persönliches Fazit dennoch positiv, sprich das Twitter-Nutzer durchaus eifrigere Käufer im Internet sind als andere. Es ist für Onlinehändlern in meinen Augen auf jeden Fall vorteilhaft, auf Twitter präsent zu sein.

Mit den besten Grüßen ins neue Jahr,
Ihr Jan-Philip Ziebold

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Infosnack: Social Media Zahlen & Fakten – Was bei keinem Marketingmix fehlen sollte

Hier ein paar Schaubilder als Infohappen für Zwischendurch, auf denen man noch einmal schön sehen kann, wieso der Social-Media-Kanal mittlerweile eine so wichtige Rolle in jedem Marketingmix einnehmen sollte. Die weltweiten Reichweiten sind schlicht gigantisch und sollten genutzt werden:

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Infosnack zum Thema Werbe-/Mediaplanung:

Kleine Visualisierung von Werbekanälen als Info-Snack für Zwischendurch:

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Interview Zukunftstrends 2012: Social-Media, Datenschutz & Direktmarketing

Trends 2012, zum Video!Für Euch als kleiner 2 Min.-Infosnack aus dem einstündigen Zukunftstalk zusammengefasst und bei Facebook eingestellt. Thema: Die Zukunftstrends 2012, u.a. Social-Media als auch Datenschutz & Direktmarketing.

Zwei Einschätzungen, zwei Minuten, mit Jan-Philip Ziebold und Frédéric Pansch. Viel Spaß:

Link zum Video bei Facebook… (öffentlich verfügbar)

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Studie: Marken & Socialmedia, was bringt das Branding hier wirklich?

Heute habe ich eine sehr spannende Infografik für Sie, den das Marktforschungsunternehmen AYTM hat 2.000 US-amerikanische Webnutzer befragt, was diese wirklich von Marken im Socialmedia möchten.

Die Antwort ist ein Rückschlag für die, die auf reine Markenliebhaber gehofft haben, den 80% wollen primär Gutscheine & Rabatte.

Hier die komplette Auswertung als Infografik (zum Vergrößern einfach anklicken!):

Passend dazu möchte ich ergänzend noch einen Artikel erwähnen, der gerade Socialmedia Neueinsteiger gezielt bei den ersten Berührungen mit diesem neuen Medium an die Hand nimmt.

Anna-Lena Radünz

Anna-Lena Radünz

In diesem Artikel schreibt die Social-Media-Expertin Anna-Lena Radünz über ihren Plan für Unternehmen hinsichtlich der richtigen ersten Schritte in die Welt des Social Web. Von der Social-Media IST-Analyse über die Definition von Social Media Zielen bis zur Erfolgskontrolle ein guter Beitrag für alle, die dieses Medium bald und richtig nutzen möchten. Hier geht es zum besagten Beitrag…

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Mit Trigger-Mails gegen Warenkorb-Abbrecher, der Trend in 2012

E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing

Wussten Sie das im Schnitt nur rund 58% der Besucher „mit Kaufabsicht“ auch zu Käufern konvertieren? „Warenkorb-Abbrecher„, ist daher zur Zeit DAS Thema der Marketer schlecht hin und eins der großen Thema für das E-Mail Marketing in 2012. Diese Trigger-Mails (=eventbezogene Kundenkommunikation) beim Abbruch – oder auch Remarketing-Mails genannt –  sind also ein spannendes Thema mit hoher Umsatzrelevanz.

Sind also pauschale Erinnerungsmails an Personen, die Einkaufsvorgänge auf der Webseite abgebrochen habe, generell sinnvoll? Pauschale Erinnerungsmails sicherlich nicht, aber gut gemachte Trigger-Mails können – salopp gesagt – in keinem Fall schaden und gut gemacht sehr viel nützen!

Wichtig: Ein ausdrückliches Einverständnis für die Daten-Verarbeitung und -Nutzung muss aber vorliegen! Das vergessen viele Markteilnehmer leider zu oft und setzen sich damit in die Nesseln, den diese Nachfass-E-Mails bedürfen detaillierter Nutzungsprofile über das individuelle Surfverhalten – und das fällt klar unter das BDSG.

Aber bevor wir uns zu lange ins rechtliche Themenfeld begeben, zurück zur Marketing-Sicht und in wie fern das Thema für eine längere Beachtung nun wirklich wert ist. Hier somit nochmal die klare Antwort: Es ist beachtenswert! Eine Umsatzsteigerung mit gezielten Trigger-Mails an Warenkorb-Abbrecher ist auf jeden Fall zu erwarten! Ich erinnere hier nochmal kurz an die eingangs erwähnten 58%…

Es existieren unzählige Studien die das Thema Abbrecher untersuchen, die jüngste heißt ECC-Shopmonitor Spezial und hat bei den 20 größten Onlineshops erforscht, was die primären Abbruch-Faktoren der Endverbraucher sind. Platze 1: Landing Page, 2: Produktangebot, 3: Registrierung, 4: Bezahlweise, 5: Zahlungsdaten und 6: Abschluss. Im Detail sind das dann oft Faktoren wie Versandkosten zu hoch, weiterer Informationsbedarf, fehlende Wunsch-Zahlungsoptionen, Vertrauen, Rückfragen aber keine direkte Kontaktmöglichkeit (z.B. Online-Chat oder direkt sichtbare Rufnummer), etc.

Welche ganzen Aspekte es bei der praktischen Umsetzung der Abbrecher-E-Mails zu berücksichtigen gilt, hat auch Rene Kulka in einigen Tipps und gedankliche Impulse sowie optischen Beispiel von Marktteilnehmern zusammengefasst: Zum Artikel von Rene Kulka (ca. in der Mitte des Artikels).

Grundsätzlich sollten diese Trigger-Mails keine bloßes Kopie des Warenkorbs darstellen, sprich keine pauschalen Massenmails an alle Abbrecher, sondern die Mails sollten kreativ gestaltet sein. Wichtig ist allerdings, dass sich der Nutzer nicht überwacht fühlt, aber Sie dennoch segmentiert auf die unterschiedlichen Abbruchgründe in den Nachfass-E-Mails auch unterschiedlich eingehen. Technisch sollte jede gute Mailsoftware solche Trigger-Mails automatisiert und zeitnah versenden können, einfach mal den eigenen ESP ansprechen.

P.s. Bei allem Potenzial dieser E-Mails, sollte der Aspekt nicht vergessen werden, das diese Mails überhaupt möglich sind da es Mängel im Onlineshop gibt, die natürlich ebenfalls beachtet und bei Möglichkeit behoben werden sollten.

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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E-Mail & Newsletter Gewohnheiten

Studie E-Mail Marketing in Europa

Studie E-Mail Marketing in Europa 2011

ContactLab hat vor kurzem die neuen Ergebnisse der hauseigenen Studie zur E-Mail-Nutzung veröffentlicht.

In dieser dritten Ausgabe der Studie wird neben einem Vergleich der Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Nutzer auch das Verhältnis zwischen E-Mail Marketing, E-Commerce und sozialen Netzwerken analysiert (dies in verschiedenen Ländern und auch in Hinblick auf mobilen Geräte und Online-Gutscheinportale).

Diese Studien-Erkenntnisse sind natürlich eine optimale Grundlage zur Optimierung Ihrer eigenen E-Mail Marketing Kampagnen.

Eine kleine aber schicke Zusammenfassung der Inhalte finden Sie auf folgender Grafik:

>> DOWNLOAD DER KOMPLETTEN STUDIE <<

P.s. Und zum Abschluss noch ein spannender Link-Tipp zum Jahresende:
Der optimale E-Mail-Versandzeitpunkt in der Vorweihnachtszeit

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Die B2B-Geschäftsmodelle der Zukunft

Im Gespräch mit Trendforcher &  Leiter der ThinkTank Bewegung Sven Gábor Jánszky spricht unser Partnerblog mediaTREFF über die B2B-Geschäftsmodelle der Zukunft, wie beispielsweise welche Änderungen eintreten und wie diese Einflüsse im B2B-Markt wirken.

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

P.s. Und zum Wochenend-Ausklang noch ein Wortspiel.

Vom Social Media Monitoring zu guter Kommunikation:
1. beobachten
2. be ob achten
3. beob achten

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Über den Autor

Jan-Philip ZieboldJan-Philip Ziebold ist Geschäftsführer bei der "DZ-Media Verlag GmbH - Werbe- & Mediaagentur für Direktmarketing" in Essen und schreibt in diesem privaten Blog über Trends, Tipps sowie News rund um das Thema Direktmarketing. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite

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