Direktmarketing Blog

Trends, Tipps, Studien und mehr rund um das Thema Direktmarketing – Ein privater Blog von Jan-Philip Ziebold

Wie lange ist ein Opt-In / Werbeeinwilligung gültig? Alles zum Opt-In Verfallsdatum

Rechtslage

Rechtslage

Ein gerade frisch veröffentlichtes Urteil (Az.: 17 HK O 138/10) definiert – als eins der wenigen Urteile im Bereich Datenschutz überhaupt – eine konkrete Vorgabe wie man sich zu verhalten hat. Meist ist alles rund um das BDSG sehr schwammig formuliert und wird je nach „Ansicht“ wild ausgelegt… in diesem Fall gibt es somit endlich mal eine genaue Definition eines Sachfaktes, in diesem Fall eines Zeitraums.

Und zwar wird die Frage recht klar beantwortet, wie lange ein einmal gegebene Opt-Ins eigentlich rechtlich nutzbar ist für eine Werbeabsprache. In diesem Fall zwar nur bezogen auf E-Mail, aber es hat ganz klar auch auf Werbung per Post und Telefon eine rechtliche Aussagekraft.

Nach Ansicht des LG München „verfällt“ somit eine wettbewerbsrechtliche Einwilligungserklärung (Opt-In) in den Empfang von E-Mails nach 1,5 Jahren. Dies begründet der Richter durch den langen Zeitraum zwischen Einholung der Einwilligung und dem Versand der abgemahnten Werbe-E-Mail (im konkreten Fall war hier zwischen keine Werbeansprache).

Bislang liegen zu diesem Thema, sprich Opt-In Verfallsdatum, drei relevante Gerichtsentscheidungen vor:

1.) Urteil des LG Hamburg aus dem Jahr 2004 (Az.: 312 O 645/02)
– Inhaltlich zum selben Thema, allerdings ohne Zeitliche genaue Angabe, den es wurde nur gesagt das 10 Jahre zu lang ist.

2.) Urteil des LG Berlin aus dem Jahr 2004 (Az.: 15 O 653/03)
– Die Richter sahen hier die Grenze bei Inaktivität bereits nach 2 Jahren.

3.) Urteil des OLG Stuttgart aus dem Jahr 2008 (MMR 2008, 136)
Dieses legt bei Werbung mittels FAX sogar nur 4 Wochen als gültig fest.

Rechtsanwalt Dr. Bahr beschreibt diese drei Urteile recht passend: „Wirklich brauchbare und überzeugende Argumente, warum gerade nach 4 Wochen, 2 Jahren oder 10 Jahren die Unwirksamkeit eintreten soll, sucht man in all diesen Urteilen vergebens.“. Dieser vertritt weiterhin die Meinung, das im Verbraucherschutzrecht eine Werbeeinwilligung zeitlich unbegrenzt gelten muss, wenn dies bei rechtlich höher gestellten Themen bereits der Fall ist. Dies untermauert er am Beispiel der Einwilligungserklärung bei Patientenverfügungen, bei denen der Gesetzgeber erst Ende 2009 (mit § 1901 a BGB) eine gesetzliche Regelung eingeführt hat, die auf eine regelmäßige Aktualisierung des Opt-Ins bewusst verzichtet.

Ein wie ich finde gutes Argument, jedoch natürlich nicht rechtskräftig und nur eine Ansicht. Am sichersten fahren Sie daher derzeit mit einer regelmäßigen Ansprache Ihrer Kunden ohne lange Pausen, so dass beim Endverbraucher keine „Warum schickt x mir plötzlich Werbung?„-Frage aufkommt und der Kundendialog dauerhaft (und sinnvoll) gepflegt wird.

Für alle die noch mehr Imput vertragen können, sollten diesen Beitrag von Rene Kulka zum Thema Rechts-Irrtümer im E-Mail-Marketing lesen! Kurz und knapp aber sehr invormativ die wichtigsten fakten im Schnellüberblick!

Mit den besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

P.s. Weiterführende Links:

Wie Sie ein Opt-in richtig erheben, finden Sie in diesem Schaubild:

Sowie eine optimale Einwilligungserklärung unter:

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Aktuelle E-Mail Studie: Transaktionsmails bringen fünf Mal höheren Umsatz

Studie

Studie

„Transaktionsmails bringen fünf Mal höheren Umsatz pro E-Mail“ was für eine Schlagzeile vom Mailprovider Experian, aber ist diese auch berechtigt? Kurzum, ja und nein.. aber im großen und Ganzen absolut, den Transaktionsmails sind richtig eingesetzt echte und effektive Umsatzverstärker!

Das Potenzial von Transaktionsmails für Marketing-Zwecke wird immer noch unterschätzt und ist noch lange nicht voll ausgeschöpft. Daher hier ein paar Auszüge aus der aktuellen Studien zum Thema:

Transaktionsmails stoßen bei den Adressaten auf mehr Interesse als Werbe- oder Markenbotschaften und garantieren somit eine höhere Konversionsrate sowie Öffnungs- und Klickraten. Dies belegt u.a. eine aktuelle Studie von Mailprovider Experian. Als weltweit größter Versender hoher E-Mail-Volumina hat Experian für die Studie die Performance-Daten von 1.800 Transaktionsmails im Vergleich zu normalen Werbemails in einem Zeitraum von 11 Monaten bei 35 Kunden untersucht. Ziel der Studie war die Messung der Wirkung von Transaktionsmails und die Identifikation der Bedingungen für den optimalen Einsatz. Betrachtet wurden dabei die Performance und der Content von Bestätigungsmails zu Bestellungen, Warenversand, Rücksendungen und Umtausch.

Die Ergebnisse der Studie zeigen:
Der Umsatz von Bestellbestätigungen erzielt einen Durchschnittswert von 0,52 Euro pro E-Mail – wobei der Wert bei normalen Werbemails lediglich bei 0,09 Euro pro E-Mail liegt. Die höheren Gewinne spiegeln sich auch in den Ergebnissen bei Versandinformationen und Rückgabe- oder Umtausch-E-Mails wieder, die drei Mal höher sind als Werbemails. Darüber hinaus erreichen Bestellbestätigungen eine bis zu acht Mal höhere Konversionsrate als normale Massenmails – bei E-Mails zu Versand, Rückgabe und Umtausch sind die Ergebnisse bis zu vier Mal höher.

Des Weiteren zeigt die Messung der Öffnungs- und Klickraten von Transaktionsmails ein überdurchschnittlich hohes Ergebnis: Aus den Zahlen geht hervor, dass Kunden Transaktionsmails zum Teil sogar mehrfach öffnen. So ist zum Beispiel die Öffnungsrate von Bestellbestätigungen bis zu acht Mal höher als bei Massenmails, die Klickrate liegt im Schnitt um das vierfache höher. Die Öffnungsrate bei Versandinformationen ist sieben Mal höher und Transaktionsmails, die eine Rückgabe oder einen Umtausch betreffen, weisen eine sechs Mal höhere Öffnungsrate auf als normale Werbemails.

Jörn Grunert

Jörn Grunert

„Laut einer Studie von Jupiter nutzten lediglich 47% der Marketer Transaktionsmails zu Marketing-Zwecken. Dabei bieten sie enorme Möglichkeiten, Kunden zu gewinnen und langfristig zu binden. Unsere Studie belegt eindeutig, dass Transaktionsmails erheblich zur Umsatzsteigerung beitragen können, wenn Sie gezielt eingesetzt werden“, bestätigt Jörn Grunert, General Manager bei Experian Marketing Services in Deutschland.

Im Rahmen der Untersuchung wurden verschiedene Schlüsselfaktoren, die die Performance von Transaktions-Kampagnen deutlich steigern können, ermittelt:

  • Die inhaltliche und optische Gestaltung der E-Mails ist entscheidend und sollte auf die letzte Aktion des Kunden eingehen
  • Transaktionsmails mit Cross-Selling-Angeboten weisen 20% höhere Konversionsraten auf als normale Werbemails und können eine höhere Aufmerksamkeit erzielen, wenn sie auf den Adressaten mit personalisierten Angeboten individuell eingehen
  • Bestell- und Versandbestätigungen mit Links zur Nachverfolgung des aktuellen Bestell- bzw. Versandstatus haben doppelt so hohe Klickraten und 23% höhere Konversionsraten wie Bestätigungen ohne Status-Links und sollten an einer höheren Stelle in der E-Mail positioniert werden
  • Durch die Integration einer reduzierten Website-Navigation werden höhere Klickraten erzielt
  • Transaktionsmails mit Links zu sozialen Netzwerken bringen eine um 55% höhere Klickrate als solche ohne

Die komplette Studie „Transaktionsmails“ steht unter www.cheetahmail.de/transaktionsmails als kostenfreier Download zur Verfügung.

Mit den besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Spam ade oder nur die Ruhe vor dem Sturm?!

Das Spam-Aufkommen minimiert sich seit Monaten spürbar und ist nun auf dem niedrigsten Stand seit der Stilllegung des Service Providers McColo im Jahr 2008. Mögliche Gründe dafür sind vielseitig, allein um 20% ist das weltweite Spam-Aufkommen gesunken, seit die russische Polizei gegen den Betreiber der größten Spam-Schleuder SpamIt.com vorgeht.

Eine spamfreie Welt gibt es dennoch nicht, es sind weltweit immerhin noch 200 Mrd Spam-Mails täglich unterwegs. Beispiel: Im derzeitigen Wirtschaftsklima ist der Rohstoff Gold zunehmend begehrt. Spammer machen sich diesen Trend zu Nutze und verlockten Interessenten in zahlreichen E-Mails zum Kauf vermeintlich günstiger Goldbarren.

P.s. Weitere Ergebnisse des aktuellen Symantec-Reports finden Sie zum Download unter: http://www.symantec.com/content/en/us/enterprise/other_resources/b-state_of_spam_and_phishing_report_10-2010.en-us.pdf (Tipp: Sehr spannende Schaubilder vermitteln in diesem PDF viele trockene Fakten sehr verständlich und schnell!)

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Post reagiert auf Sicherheitsbedenken zum E-Postbrief mit neuen FAQs

Die Deutsche Post überraschte die Tage mit einer sehr schnellen und hilfreichen Aktion (u.a. auf diesem Blog per Kommentar) hinsichtlich der durch verschiedene Stellen getätigten Vorwürfe zur Sicherheit des neuen E-Postbriefes (ich berichtete). Unter http://go.post.de/w4hao gibt es eine neue FAQ Übersicht, die genau zu diesem Themen Stellung nimmt. Bilden Sie sich selber eine Meinung und schauen Sie dort mal vorbei.

Beste Grüße,
Jan-Philip ZIebold

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Deutsche Post bringt das Briefgeheimnis ins Web, wirklich?!

E-Postbrief“Die Deutsche Post bringt das Briefgeheimnis ins Internet”, das verspricht die Deutsche Post AG mit ihrem neuen E-Postbrief (Ich berichtete bereits vor ein paar Tagen hierzu). Doch ist dieses hoch gesteckte Ziel wirklich zu erreichen?

Rechtsanwalt Thomas Stadler hat hierzu eine klare Meinung (die ich im Übrigen komplett teile): “Der E-Postbrief ist nicht viel sicherer als eine Postkarte”. Die Stiftung Warentest urteilte sogar noch härter: “kompliziert, teuer und nicht besonders sicher”. Auch in einem Heise Artikel blieb kaum ein gutes Wort am E-Postbrief hängen.

Zurecht?

Heute las ich hierzu einen spannenden Artikel vom Autor Richard Gutjahr. Er hat mit den beiden Rechtsanwälten Udo Vetter und Thomas Stadler sich mal das Kleingedruckte der Post vorgenommen. Soviel vorweg: bei manchen Passagen geht richtig die Post ab (Zum ganzen Artikel: “Mit der Arroganz eines Monopolisten”).

Das vorweggenommene Fazit dieses Artikels ist spannend: Die Autoren sagen nicht, dass der E-Postbrief per se gefährlich ist, aber zeigen ganz klar die klaren Schwächen auf. “Der E-Postbrief kann dazu beitragen Behördenvorgänge zu vereinfachen, ggfs. sogar zu beschleunigen”, so der positive Teil des Fazits. Gleichwohl muss sich jeder Kunde laut den Autoren über Folgendes klar sein: “So sicher, wie uns die Post in ihrer teuren Anzeigenkampagne glauben machen will, ist der E-Postbrief bei Weitem nicht! Er bietet Strafverfolgern wie auch Kriminellen deutlich mehr Möglichkeiten, Personen auszuspionieren als das beim klassischen Brief der Fall ist. Das ist vor allem deshalb wichtig zu wissen, weil ja gerade sensible Inhalte über den E-Postverkehr transportiert werden sollen.”

Fazit: Der E-Postbrief der Deutschen Post ist sicherlich praktisch – aber wie Thomas Stadler bereits sagte: nicht viel sicherer als eine Postkarte.

Ob der E-Postbrief ein notwendiges Übel ist oder man diesen besser boykottieren sollte ist die Frage die man sich in den kommenden Monaten selbst stellen muss.

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

P.s. Zahl des Tages: Schon 250.000 Benutzer haben sich allein in den ersten beiden Tagen für den E-Post-Brief der Deutschen Post registrieren wollen. Aufgrund des großen Andrangs hat die Post nun Probleme mit der Freischaltung (focus.de).

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Das @-Zeichen, eigentlich museumsreif

museumsreif

museumsreif

Die meisten Menschen benutzen es, fast jeder kennt es, jeden Tag wird es billionenfach in E-Mails getippt, das kleine A im Kringel… Viele sehen als Schöpfer den amerikanischen Elektroingenieur Ray Tomlinson, der Ende der sechziger Jahre das erste E-Mail-System der Welt von Nutzer zu Nutzer kreierte und dafür das At-Zeichen einsetzte (Es sollte helfen, Adressat und Computer zu unterscheiden). Aber das @ ist noch viel, viel älter und daher eigentlich schon echt “museumsreif”…

So ist das schwungvolle Zeichen schon im sechsten oder siebten Jahrhundert als Abkürzung für die lateinische Präposition “ad” genutzt wurden. Im 16. Jahrhundert wurde es in Italien beim Handel als Masseinheit benutzt. 1885 dann tauchte es als das „kommerzielle a“ auf der Schreibmaschinentastatur auf und auf der amerikanischen Standardtastatur war es Anfang der Sechziger Jahre noch im selben Sinne gebräuchlich wie das französische “à”, also etwa so:  Zwei Äpfel à (@) 1,49 Euro.

Eingangs sprach ich daher von “museumsreif”, und tatsächlich hat es “Das @-Zeichen” jetzt sogar ins echte Museum geschafft, und zwar ins New Yorker Museum of Modern Art (MoMA). Es hängt dort seit Anfang 2010 neben Werken von Picasso und van Gogh New.

P.S.: Das @ hat übrigens überall auf der Welt sehr eigene Spitznamen. So wird es etwa in China als „kleine Maus“ bezeichnet, in Polen und Südafrika als „Affenschwanz“, Italiener und Franzosen nennen es lieb die „Schnecke“ und die Finnen sehen im At eine schlafende Katze, die sich gemütlich eingerollt hat…  :-)

Ich hoffe dieser kleine geschichtliche Ausflug war spannend für Sie, ich verabschiede mich für heute wieder und verbleibe mit besten Grüßen aus dem Ruhrgebiet,
Ihr Jan-Philip Ziebold

P.S.: Zum Thema @ bzw. E-Mail, ist eventuell folgender Artikel auch für Sie interessant: “eMail, E-Mail, EMail, e-Mail, Email, E-mail ?! Wie schreibt man es eigentlich richtig?!

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Urteil E-Mail Marketing: Werbung kann Angebot und Nachfrage sein

E-Mail Urteil

E-Mail Urteil

Die Tage bin ich über ein Urteil des LG Memmingen gestolpert, dass mit dem Urteil vom 23.12.09 (Az. 1 HK O 1751/09) ein wenig Licht in das Thema „Was zählt eigentlich alles unter Werbung?!“ beigetragen hat.

Kurzer Exkurs vorab: Im deutschen Recht ist E-Mail-Werbung nur mit vorheriger Einwilligung (Opt-In) erlaubt. Bei einem bestehenden Geschäftsverhältnis wird dies vom Gesetzgeber unter restriktiven Bedingungen (Soft Opt-In) auch ohne ein explizites Opt-In geduldet. Während das Opt-In allgemein somit weniger Schwierigkeiten bereitet, wird in Gesprächen aber oft ganz klar deutlich, dass gerade der Begriff “Werbung” – und was darunter nun alles fällt – völlig unklar ist.

Werbung kann Angebot und Nachfrage sein:

Werbung ist zunächst einmal jede (!) Äußerung mit dem Ziel, den Absatz zu fördern (2006/114/EG, Artikel 2). Dies kann unmittelbar durch das Angebot eines Produktes oder einer Dienstleistung erfolgen (Absatz-Werbung). Aber auch mittelbar durch eine Nachfrage nach Produkten & Diensten, die indirekt den Absatz fördern (Nachfrage-Werbung).
Für Furore sorgte hier u.a. das BGH-Urteil “FC Troschenreuth” in 2008, bei dem ein Sportverein eine E-Mail-Nachfrage bzgl. der Schaltung von Bannerwerbung auf der Vereins-Webseite erhielt. Diese war rechtswidrig, da der Verein die E-Mail-Adresse nicht für derartige Anfragen veröffentlicht hat. Vermeintlich kurios, da der Verein ja durch die Bannerschaltung verdienen würde und die Anfrage somit nur positive Zwecke verfolge – nicht in den Augen des obersten Gerichts.

LG Memmingen, das war passiert:

Der Betreiber eines kostenlosen Branchenverzeichnisses informierte den Kläger über die Aufnahme und bat darum, die eingetragenen Daten auf Richtigkeit zu überprüfen. Der Kläger sah in der E-Mail unerlaubte Werbung und begehrte Unterlassung.

Die Richter bestätigten die Auffassung, da die Bereitstellung der kostenlosen Verzeichniseinträge Werbeeinnahmen generiert, die E-Mail daher mittelbar der Absatzförderung diente und als Nachfrage-Werbung ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung rechtswidrig war. Auch eine konkludente Einwilligung liegt nicht vor, da die E-Mail-Adresse nur für Nachfragen nach typischen Produkten und Diensten des Unternehmens veröffentlicht wurde, und nicht zur Bereitstellung von Unternehmensdaten für fremde gewerbliche Zwecke.

Weiterführende Links zum Urteil:

P.s. In diesem Zusammenhang auch spannend:
Das eine E-Mail-Adresse in Geschäftsbrief keine Werbe-Einwilligung darstellt, konnte man sich denken, nun ist hierzu auch konkret Recht gesprochen wurden. Zum Artikel hier klicken.

sowie: Werbeemails unerwünscht! Auch Autoresponder sind Spam nach Urteil durch des AG München.

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Spam-Studie: Fraunhofer-Institut untersucht Spam-Aufkommen bei kostenlosen E-Mail-Diensten

Spamaufkommen

Spamaufkommen

Kunden des E-Mail-Dienstes Yahoo bekommen mit nur 8 Mails pro Monat die wenigsten unerwünschten Werbemails. Nur knapp dahinter platziert sich Microsofts Service Hotmail mit 13 Stück. Bei GMX waren es schon gut 136 Stück! Zu diesem spannenden Ergebnis kam eine Studie des Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) aus Darmstadt.

Im Detail:
Das Institut untersuchte, wie stark man als Kunde der beliebtesten deutschen kostenfreien E-Mail-Dienste von unerwünschter Werbung betroffen ist. Google landete auf Platz drei der getesteten Anbieter, und die schlechtesten Bewertungen erhielten hierbei die Angebote von WEB.de und GMX.

95 Prozent aller E-Mails sind Spam:
Die Anbieter von E-Mail-Diensten versuchen, diesen elektronischen Werbemüll automatisch auszusortieren. „Wir wollten wissen, bei welchen E-Mail-Diensten man mit der kleinsten Anzahl von Spam zu rechnen hat“, sagt Studienleiter Dr. Markus Schneider vom Fraunhofer SIT. Dazu legten Testpersonen E-Mail-Accounts bei den kostenlosen Anbietern an und prüften anschließend, wie viel Werbung in den elektronischen Postfächern landete. Dazu zählen auch die Werbemails der Dienste-Anbieter selbst.
„Wir gehen nicht davon aus, dass man von dem eigenen Dienstanbieter lieber oder häufiger Werbung empfangen möchte als von anderen“,
sagt Schneider. Aber selbst wenn man diesen internen Spam vernachlässigt, erreichten die Test-Konten bei GMX noch 36 Mails, bei Web.de 21, bei Hotmail und Yahoo nur 10 bzw. 8 Mails.

Hintergrund Details:
Bei der Untersuchung wurde stark darauf geachtet, dass für alle betrachteten Dienstanbieter die gleichen Rahmenbedingungen gelten. Auch für die registrierten E-Mail-Adressen gab es genaue Regeln, wobei ein Teil der E-Mail-Adressen absichtlich im Internet publik gemacht wurde, damit sie von den Spam-Versendern gefunden werden konnten.
Die Studie wurde mit finanzieller Unterstützung von Microsoft erstellt und dauerte vier Wochen.

Produkt Marketing Manager Hotmail Christian Weghofer zur Studie:
„Mit der Beauftragung des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie verfolgten wir das Ziel, unsere Aktivitäten in den letzten Jahren im Bereich Spam-Abwehr einer externen Prüfung zu unterziehen. Das Ergebnis von Fraunhofer zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und die Änderungen, die wir bei Hotmail vorgenommen haben, fruchten. Zudem liefert es uns den Impuls, uns bei der Abwehr unerwünschter E-Mails Schritt für Schritt weiter zu verbessern.“

Die Studie kann kostenfrei unter diesem Link heruntergeladen werden.

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Selten: Ein Spamer entschuldigt sich…

E-Mail Spam

E-Mail Spam

Ja, auch Spamer haben ein Gewissen, zumindest einige. Sehr selten, aber es passiert und man bekommt sogar eine Entschuldigungs-Mail,… in diesem Fall sogar ganz ohne Vorkommunikation – einfach so:

Von: <webmaster@h(…).de>
Datum: Fri, 5 Mar 2010 15:55:07 +0100
An: <webmaster@h(…).de>, <service@b(…).de>
Betreff: Info zu Werbemailverstoß von meinem Mailaccound

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Sie in den letzten Tagen über meinen Mailaccount webmaster@h(…).de mit einem Hinweis auf eine Ebayauktion bezüglich der Geschenkplattform http://www.schlitten(…).de eine belästigende Werbemail erhalten haben. Zudem wurde ich darauf hingewiesen, dass dies einen wettberwerbsrechtlicher Verstoß begründet. Ich möchte mich auf diesem Wege bei Ihnen entschuldigen und mich für diese Hinweise herzlich bedanken. Zudem möchte ich Ihnen auf diesem Wege mitteilen, dass ich mich bereits einer strafbewehrten Unterlassungserklärung mit einer festgesetzten Vertragsstrafe von 5.100,00 €  für jeden Fall der Zuwiderhandlung unterworfen habe.
Zudem möchten ich Ihnen mitteilen, dass ich keine Daten über Sie oder Ihr Unternehmen speichere oder weitergebe. Die verwendeten Adressen wurden allesamt aus frei zugängliche Internetseiten übernommen. Auch werden diese Emaiadressen sofort nach dem Versand dieser Email gelöscht.

Mit freundlichen Grüßen
R.(…)

_________
Danke an Torsten L. für die Übermittlung dieses Fundstücks.

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Linktipps: Dilemma für Mailversender, Abmahnungen per Mail erlaubt, Die rechtssichere Einwilligung und mehr…

Ein Blick auf andere Blogs und Tipps von weiteren guten Fachautoren hat mich zu meinem heutigen Linktipps inspiriert. Schon lange habe ich nicht mehr so viele spannende Informationen rund ums Thema Direktmarketing in so kurzer Zeit gelesen. Daher für Sie das wichtigste als Linktipps zusammengefasst:

– Dilemma für Mailversender:
Das LG Berlin hält Beschränkung einer Unterlassungserklärung auf eine konkrete E-Mail-Adresse nach einem Spaming-Vorwurf für unzureichend.
Hier geht’s zum Blog-Beitrag

– Abmahnungen per Mail erlaubt:
Nach einem aktuellen Urteil des LG Hamburg sind Abmahnungen auch grundsätzlich per E-Mail zulässig. Kurios angesichts der Vielzahl der Gründe, wegen derer eine E-Mail unter Umständen nicht zugestellt wird (z.B. Spamfilter).. Somit, wer filtert/etc. läuft Gefahr verurteilt zu werden…
Hier geht’s zum Blog-Beitrag

– Direktmarketing wirkt
Laut dem Nielsen Direct Mail Statusbericht wird Direktmarketing als dominierendes Instrument in der Werbung eingesetzt.
Hier geht’s zum Nielsen-Bericht

– Die rechtssichere Einwilligung

Bekanntlich bedarf die Werbung per E-Mail, Telefax oder SMS, in Deutschland grundsätzlich der Einwilligung des Empfängers. In diesem Beitrag beschreibt RA Schirmbacher, wie eine rechtsichere Einwilligung eingeholt wird.
Hier geht’s zum Blog-Beitrag

– Return Path: Jede 10. E-Mail in Deutschland landet im Spam
In Deutschland gingen den Messungen zufolge 3,5% der E-Mails verloren, 11,5% wurden in den Spam-Ordner aussortiert, etc.
Hier geht’s zum Blog-Beitrag

– E-Mail Tools für E-Mail-Marketer
Darstellungsprobleme, zu lange Betreffzeilen, etc. Als Direktmarker steht man vor diversen Herausforderungen. Die in diesem Beitrag von Nico Zorn vorgestellten Tools, können die Arbeit ein wenig erleichtern:
Hier geht’s zum Blog-Beitrag

– Gelungener Einsatz von virtuellen Charakteren: So motivieren Sie potentielle Kunden
Hier geht’s zum Blog-Beitrag

– Tipp E-Mail Diplomarbeit:
Betreffzeilenoptimierung im Mail-Marketing von Mario Schwertfeger.
Hier geht’s zum Blog-Beitrag

Zum Schluss noch ein Hinweis, René Kulka bloggt nun bei optivo und schafft damit eine Wissensplattform für E-Mail-Marketing. Rene war viele Jahre bei DZ-Media tätig, bis er ende 2009 als E-Mail-Wissenschaftler zu Optivo wechselte. Wir wünschen viel Erfolg und Spaß beim neuen Blog! Wir lesen diesen bereits sehr gerne und oft  :-)

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold
http://www.dz-media.de

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Über den Autor

Jan-Philip ZieboldJan-Philip Ziebold ist Geschäftsführer bei der "DZ-Media Verlag GmbH - Werbe- & Mediaagentur für Direktmarketing" in Essen und schreibt in diesem privaten Blog über Trends, Tipps sowie News rund um das Thema Direktmarketing. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite

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