Direktmarketing Blog

Trends, Tipps, Studien und mehr rund um das Thema Direktmarketing – Ein privater Blog von Jan-Philip Ziebold

Datenschützer bricht Verhandlungen mit Google ab

Gerade gelesen: „Der Datenschutzbeauftragte des Landes Hamburg Johannes Casper hat die seit 11/2009 andauernden Verhandlungen mit Google über sein Webanalyse-Tool Analytics abgebrochen: Trotz der Nachbesserungen entspricht das Analysewerkzeug nicht den aktuellen Datenschutzanforderungen.“ Hier geht’s zum Artikel…

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Datenschützer wollen Google Analytics abschaffen

Datenschutz

Ein absoluter „Graus“ für alle Webseitenbetreiber wäre dies, was ich heute morgen auf zeit.de lesen musste, in jedem Fall: „Datenschützer wollen Einsatz von Analytics verhindern“.

Ist es wirklich so schlimm was Google macht? Den eigentlich Google hilft Websitebetreibern, mehr über ihre Nutzer zu erfahren, und dies zudem kostenlos. Datenschützer aber fürchten Sammelwut und fordern Aufklärung. Im Zweifel mit Androhung von Bußgeldern bei Nutzung.

Die Datenschützer wollen die Webseitenbetreiber (und jetzt kommt es:) – notfalls auch mit Sanktionen – dazu bewegen, auf den Einsatz von Google Analytics komplett zu verzichten. Neben dem ULD (=Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz aus Schleswig Holstein) und dem Bundesdatenschutzbeauftragten setzt sich auch bei deren Kollegen in Berlin, Hamburg und der Bayerischen Aufsichtsbehörde in Ansbach die Überzeugung durch, dass der Einsatz von Google Analytics nach deutschem Recht unzulässig ist.

Was sich unsere Datenschützer in Bund und Ländern da wieder ausgedacht haben, lässt einen die Harre zu Berge stehen… (und wer mich kennt, weiß das dies im speziellen bei meiner Frisur ordentlich viel wäre).

Bei Google sieht man das alles etwas anders. Vor allem, da man in den Lizenzbedingungen des Analysewerkzeugs versichert, eben solche Profile nicht zu erstellen: „Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google in Verbindung bringen.“

Trotzdem will der Düsseldorfer Kreis, eine informelle Vereinigung von Datenschutz-Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, bei seiner Sitzung am Ende der Woche einen Forderungskatalog vorlegen, den Websitebetreiber für den legalen Einsatz von Analysewerkzeugen erfüllen müssen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie u.a. auf meiner Quelle zeit.de.

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold
http://www.dz-media.de

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Behavioural Targeting von Verbrauchern akzeptiert, von Datenschützern abgelehnt

Behavioural Targeting

Behavioural Targeting

Behavioural Targeting” bezeichnet das Analysieren von Benutzerverhalten auf Internetseiten. Dies ermöglicht beispielsweise den Webseitenbetreibern ihr Onlineseiten für die Endverbraucher zu optimieren hinsichtlich der Struktur als auch das automatisierte zur Verfügung stellen von Produktempfehlungen (Beispiel Amazone: Kunden die diesen Artikel gekauft haben, haben auch….). Die Financial Times Deutschland, nannte es zuletzt noch “Die giftige Datensammlung in Internet”, wobei die Redaktion dennoch die Pro und Contra Aspekte, bis auf den Titel, neutral dargestellt hat.

Rechtlich ist „Behavioral Targeting“ jedoch eine Grauzone. Den erlaubt ist die Protokollierung von Nutzeraktivitäten für personalisierte Werbung nach dem Telemediengesetz nur unter sehr strengen Voraussetzungen. Gerade Google ist hier beliebtes Schussfeld der Datenschützer. Zwei spannende Artikel zum Thema möchte ich Ihnen hier nicht vorenthalten: “Das umstrittenen Tracking-System des britischen Unternehmens Phorm” sowie “Kritik an Googles Datensammelwut” .

Zwischenfazit:
Nun gut, jetzt kann man natürlich sagen, das grundsätzlich Behavioural Targeting missbraucht werden kann, doch – welches System frage ich ganz offen, kann den bitte nicht missbraucht werden? Man kann doch nicht alles verbieten, nur weil die Möglichkeit besteht, das es auch zu negativen Zwecken eingesetzt werden kann. Hier gilt es wie überall, offen auf neues zu reagieren, nicht direkt die Schotten dicht zu machen, weil es etwas mit Datenspeicherung zu zu hat, sondern lieber den offenen Dialog suchen und kreativ die Möglichkeiten dieser wunderbaren marketing Form zu nutzen.

Doch wie nehmen Online-Kunden das Behavioural Targeting eigentlich wahr? Und wie stehen Marketing-Verantwortliche zu dieser Technologie? Um diese Fragen zu beleuchten, wurde bereits viel unternommen.
Eine Studie vom Konzern Coremetrics, die in Deutschland, Frankreich und Großbritannien unter 3.000 Endverbraucherdie sowie 300 Marketing-Experten durchgeführt wurde, möchte ich hierzu passend zitieren:

Die Studienauswertung:
Das Resultat ist aus Marketing-Sicht sehr erfreulich: Über die Hälfte der Nutzer ist bereit, ihre Verhaltensdaten analysieren zu lassen. Über die Hälfte der Internetnutzer in allen drei Ländern waren sogar bereit, persönliche Interessen von Freunden und Familienangehörigen anzugeben, um im Gegenzug Empfehlungen für Geschenke und Sonderangebote zu erhalten. Die Mehrheit der Befragten, erhofft sich hierdurch neben mehr Bedienungsfreundlichkeit auch neue und interessante Produktangebote zu entdecken. Die Wahrnehmung der Endverbraucher passt somit sehr gut, zu den möglichen Zielen der Unternehmen.
Erstaunlich wiederum war, das bei den befragen Marketing-Verantwortlichen die Skepsis überwog und rund 70% Angst hatten, das Endverbraucher könnte sich massiv in der Privatsphäre verletzt fühlen. Auch erwähnenswert ist die Zahl von über 40%, die nicht einmal wussten, was „Behavioural Targeting“ überhaupt ist.

Beide Resultate ließen auch bei den Studienverantwortlichen nur einen Schluss zu: Es ist erstens absolut kein Wunder, das im letzten Jahr nicht einmal 40 Prozent der deutschen Marketing-Entscheider Behavioural Targeting in ihre Online-Maßnahmen integriert haben und das Thema hat mehr als viel Potenzial.

Fazit: Behavioural Targeting wird von einer Vielzahl von Verbrauchern akzeptiert und dies auch grundsätzlich positiv mit einer aus Unternehmersicht guten Erwartungshaltung. Also setzen Sie sich mit diesem Thema auseinander, es auf jedenfall ein Direktmarketing Trend 2009 (und darüberhinaus!).

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Über den Autor

Jan-Philip ZieboldJan-Philip Ziebold ist Geschäftsführer bei der "DZ-Media Verlag GmbH - Werbe- & Mediaagentur für Direktmarketing" in Essen und schreibt in diesem privaten Blog über Trends, Tipps sowie News rund um das Thema Direktmarketing. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite

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Dieser Blog wird betrieben von Jan-Philip Ziebold mit Unterstützung der DZ-Media Verlag GmbH aus Essen. Zum Impressum. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite
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