Direktmarketing Blog

Trends, Tipps, Studien und mehr rund um das Thema Direktmarketing – Ein privater Blog von Jan-Philip Ziebold

Der Datenbrief erzürnt die Wirtschaft

Datenbrief

Datenbrief

Wie schön öfter hier berichtet (siehe hierzu alle Infos zum Thema, hier klicken…), ist der Datenbrief stark umstritten. Bundesinnenminister de Maizière will damit den Firmen zusätzliche Mitteilungspflichten im Datenschutz aufbürden. Die Wirtschaft warnt indes vor neuer Bürokratie und Kosten in Millionenhöhe. Das Handelsblatt hat hierüber die letzten Tage einen spannenden Artikel geschrieben, den ich Ihnen hier gerne empfehlen möchte. Hier klicken zum Artikel.

P.s. Im Koalitionsvertrag steht nichts von einem Datenbrief. Die Parteien hatten sich nur auf die Gründung einer Stiftung Datenschutz verständigt – eine Art Daten-TÜV, die den Datenschutzstandard von Unternehmen bewerten soll.

Beste Grüße aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Linktipp: Datenschutz: Bundesinnenminister fordert Datenbrief

Mit einem so genannten „Datenbrief“ will Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) den Verbrauchern mehr Kontrolle über personenbezogene Daten geben und greift damit eine alte Forderung von Datenschützern und Netzaktivisten auf. Der Koalitionspartner FDP stellt sich quer und sieht darin ein neues Bürokratiemonster und hohe Kosten für Unternehmen.

Ein spannender Artikel dazu habe ich bei e-recht24.d gefunden, hier klicken…

P.s. Siehe auch meine vorigen Artikel zum Thema „Datenbrief“, die das Thema komplett erläutern.

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Update 2: Datenbrief und die Konsequenzen

Ich mach es heute mal ganz kurz und knapp: Der unten verlinkte Artikel zum erwähnten und leider ernstgemeinten Vorhaben „Datenbrief“ (siehe meinen ersten Artikel sowie das Update) des CCC und einiger leitender Regierungsbeamter fasst die möglichen negativen Auswirkungen aus Endkundensicht optimal zusammen! Lesenswert inkl. Schmunzelfaktor und „Schock“ hinsichtlich dieser in meinen Augen wirklich dämlichen Idee „Datenbrief“ (um es einmal ganz deutlich in Worte zu fassen was man davon halten kann). Hier geht’s zum erwähnten Beitrag…

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Update zum „Datenbrief Artikel“

Zum Artikel „Datenbrief, bald als Pflicht für alle Unternehmen?!“ gibt es ein kleines Update:

Der CCC möchte ja mit einer Initiative eine Pflicht zum Datenbrief aller Unternehmen und Behörden einführen. Als ich darauf hingewiesen habe, hätte ich nicht gedacht, dass sich wirklich jemand ernsthaft mit dieser Idee auseinandersetzt. Ich hoffe nicht, dass das Ganze spruchreif wird und bei einer politischen Diskussion bleibt…. es wäre ein bürokratisches Monster das nichts bringt und nur kostet.

Hier das Update, erste Politiker haben das Thema entdeckt:

Die Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger begrüßt den Vorschlag

Innenminister entdeckt den Datenschutz. Bundesinnenminister de Maizière prescht beim Datenschutz vor. Sein Ministerium prüft die Einführung eines Datenbriefs. von Monika Dunkel, Berlin

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Datenbrief als Pflicht für alle Unternehmen?!

Datenbrief

Datenbrief

Der Chaos Computer Club (CCC) möchte mit einem Datenbrie“ den „Datenkraken“ auf die Tentakel schauen.

Der Datenbrief soll, laut dem CCC, die informationelle Selbstverteidigung des Bürgers zu stärken und die Anhäufung von personenbezogenen Daten möglichst unattraktiv zu machen (siehe auch http://www.ccc.de/datenbrief). Dies wurde am 25.01.2010 vom CCC als neues Projekt ins Leben gerufen.

Der CCC fordert den Gesetzgeber daher auf, den Datenschutz für den Einzelnen zu verbessern. Einmal im Jahr sollen Behörden wie Unternehmen dazu verpflichtet werden, Kunden oder Bürgern per Datenbrief mitzuteilen, welche Daten wo über sie gespeichert werden. Einen entsprechenden Vorschlag zur Erweiterung des Auskunftsrechts nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) hat der CCC bereits veröffentlicht und offen zur Diskussion gestellt.

Die ersten Fragen die man sich dabei stellt sind natürlich “Wird das nicht ein bürokratisches Monster?” und “Wer soll das kontrollieren?” sowie “Wer soll das alles bezahlen und was soll die Wirtschaft noch alles auferlegt bekommen?”.

Grundsätzlich ist eine solche Idee ja nicht schlecht, aber aus Sicht der Wirtschaft natürlich ein echtes Monster und zudem mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Und ob es den Datenschutz besser macht, Missbrauch verbeugt und überhaupt etwas gegen schwarze Scharfe tun kann, stelle ich mal sehr in Frage (p.s. Der CCC bittet darum, Kommentare und Vorschläge zum Datenbrief an datenbrief(at)ccc.de zu senden).

Fazit: Nette Idee, aber wirklichen Nutzen wird es wohl niemanden bringen.

Hier noch ein paar Meinungen zum Datenbrief aus dem passenden Xing-Forum zum Thema Datenschutz:

– Thomas Beckmann (Geschäftsführer eines Versandhandels):
„Man stelle sich nur vor, welches Chaos so etwas hervorrufen würde. Wir stoßen heute schon bei einem Stammkunden oft auf Unverständnis, wenn wir nach einem Telefon-opt-in fragen. Nicht, weil er uns kein opt-in geben will, sondern weil er den bürokratischen Aufwand des Einholens nicht begreift. Wenn wir ihm jetzt noch jährlich einen Datenbrief mit Unsinns-Informationen (aus seiner Sicht) schicken müssen, laufen wir Gefahr, dass dieser Bürokratismus auf uns zurückfällt. Aber das wird die Politik nicht interessieren und die entsprechenden Interessengruppen werden mit Sicherheit hochgestochene Argumente finden, warum durch so etwas die Datensicherheit entscheidend verbessert wird. „

– Klaus Pech (Berliner Direktmarketingunternehmer):
„Auf der einen Seite sind Unsicherheiten bei den Bürgern zu erkennen und andererseits wird dies Thema, weil eben Publikumswirksam, von bestimmten Lobbygruppen ausgewälzt. Politiker springen dann gerne auf den Zug auf. Obwohl der CCC eine wirklich gute Arbeit macht, ist er mit diesem Vorschlag etwas daneben, wohl auch aus Generationsgründen. 1. Der mündige Bürger hat schon heute das Recht auf Auskunft. 2. Der mündige Bürger müsste dies auch nutzen. 3. Warum soll die Industrie die Faulheit einiger Bürger auch noch unterstützen? 4. Warum sollen sensible Daten ohne Not auch noch rumgeschickt werden? Legen Sie den Vorschlag zu den Akten und vergessen dies. Es dürfte doch nur heiße Luft sein. Andere Problemfälle sind da viel wichtiger.“

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

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Über den Autor

Jan-Philip ZieboldJan-Philip Ziebold ist Geschäftsführer bei der "DZ-Media Verlag GmbH - Werbe- & Mediaagentur für Direktmarketing" in Essen und schreibt in diesem privaten Blog über Trends, Tipps sowie News rund um das Thema Direktmarketing. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite

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Dieser Blog wird betrieben von Jan-Philip Ziebold mit Unterstützung der DZ-Media Verlag GmbH aus Essen. Zum Impressum. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite

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