Direktmarketing Blog

Trends, Tipps, Studien und mehr rund um das Thema Direktmarketing – Ein privater Blog von Jan-Philip Ziebold

Google möchte im Social-Web mitbützen: Buzz verleiht Gmail die Funktionalität von Facebook & Co. – Chancen für das Direktmarketing?

Gastbeitrag von Frédéric Pansch

Am  11. Februar 2010 war es wieder soweit: Närrinnen und Narren landauf, landab warteten darauf, dass der große und der kleine Zeiger auf die elf wiesen, um die fünfte Jahreszeit mit einem fröhlichen Helau oder Alaaf  begrüßen zu können. Der Donnerstag vor Karneval, der als Weiberfastnacht bezeichnet wird, läutet dann auch das große Bützen (so der Name für Küsschen im Karneval) ein. Da braucht es dann auch kein World-Wide-Web, damit Jung und Alt ihre neuen und alten sozialen Kontakte pflegen können.

An den restlichen Tagen des Jahres nutzen immer mehr Deutsche die praktischen Webangebote zur Pflege und zum Ausbau ihres Bekanntenkreises. Facebook war in den letzten Monaten der klare Sieger; doch auch wer-kennt-wen und die zahlreichen Verzeichnisse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Für die Generation Kurznachricht gibt es dann ja auch noch Twitter, um die Welt stets an den wichtigen und nichtigen Kleinigkeiten des Alltags partizipieren zu lassen.

Ein Player, der eigentlich stets die Nummer 1 bei allen Webapplikationen sein möchte, hat diesen Trend bislang nicht für sich nutzen können – bzw. nur lokal begrenzt mit Orkut, einem sozialen Netzwerk das bspw. in Südamerika beliebt ist. Doch nun will Google international Boden wett machen. Buzz, so der Name der Applikation, die implementiert in gmail, den Konkurrenten Facebook und Co. das Fürchten lehren soll, verbindet die Funktionen des Mail-Client mit den modernen Social-Web-Funktionen. Auch die Einbindung von Twitter, Picasa, Flickr und Google Reader ist bereits geschehen. Google wäre nicht Google, wenn man nicht noch einen Schritt weiter gehen würde. Die Integration von Buzz in mobilen Endgeräten (Android ick hör Dir trapsen) ist nämlich auch schon in der Mache. Hier soll Buzz eine Liaison mit Google-Maps eingehen und der Kreis könnte sich schließen.

Die Chancen, die das Social-Web schon heute für das Direktmarketing bietet, könnten durch Buzz einfacher zu nutzen sein. Ob Viralkampagnen, Guerillamarketing  oder die Rückbesinnung auf das lokale Marketing (besonders in Form des mobilen Marketing in Smartphones): Alles ließe sich über Buzz abbilden. Und brauchte es bisher mehrere Maßnahmen, um verschiedene Bereiche abzudecken (bspw. E-Mail-Marketing, Tweet-Marketing, Social-Web-Marketing) so könnte mit Buzz eine Tür für eine automatische Abdeckung all dieser Kanäle geöffnet werden.

Ein großes Manko, das im Zusammenhang mit Google oft im Gespräch ist, wird durch Funktionalitäten von Buzz nur noch verstärkt werden:  Datenschützer beklagen, dass Google mit Buzz noch mehr Daten miteinander verknüpft und noch exaktere digitale Profile seiner Nutzer speichert. Zu diesen Bedenken gesellen sich, durch eine Funktion, die eigentlich von großem Nutzen sein sollte, noch Weitere: Die Funktion „Nur die interessanten Themen“ filtert nämlich „wahrscheinlich uninteressante“ Nachrichten, auf Grundlage des erhobenen Interessenprofils des Benutzers, automatisch aus. Google sagt dem Benutzer also entweder, was interessant für ihn zu sein hat, oder, dass man den Benutzer so gut kennt, dass man genau weiß, was für ihn interessant ist. So oder so also eine Funktion mit enormem Diskussionspotential.

Ob die Chancen für Nutzer und Marketer die Risiken überwiegen, wird sich allerdings überhaupt erst dann abzeichnen, wenn Buzz es tatsächlich schafft viele Nutzer in seinen Bann zu ziehen. Bis dahin wird das digitale Bützen noch weit hinter der analogen Variante hinterherhinken.

Einsortiert unter:Allgemein, Branchen-News, E-Mail Marketing, Gastbeiträge, Mobile Marketing, Sonstiges, Studien und Trends

One Response

  1. Frédéric Pansch sagt:

    Nachtrag:

    Im Rahmen einer Abstimmung (Poll) bei Mashable sollen User entscheiden, wer in Zukunft die Nase vorn haben wird. Momentan führt Facebook mit circa 1700 Stimmen.

    http://mashable.com/2010/02/16/google-buzz-vs-facebook-vs-twitter/

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Über den Autor

Jan-Philip ZieboldJan-Philip Ziebold ist Geschäftsführer bei der "DZ-Media Verlag GmbH - Werbe- & Mediaagentur für Direktmarketing" in Essen und schreibt in diesem privaten Blog über Trends, Tipps sowie News rund um das Thema Direktmarketing. Jan-Philip Ziebold bei Xing Jan-Philip Ziebold bei Facebook Zur DZ-Media Webseite

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